2D-Action und etwas Städtebau bietet uns Inti Creates mit dem jüngst erschienenen Kingdom’s Return: Time-Eating Fruit and the Ancient Monster. Auch ich habe dafür etwas meiner Zeit gegeben und als Abenteurer dem Königreich Almacia geholfen. Als besonders zeitfressend hat sich das Spiel dabei nicht herausgestellt.
Abenteurer, zur Hilfe
Kingdom’s Return: Time-Eating Fruit and the Ancient Monster spielt in einer Fantasywelt mit Schwert und Magie, sowie Feen. Das abgelegene Königreich Almacia gedieh durch Pakte mit diesen Feen und lockte Abenteurer aus aller Welt an. Doch nun ist ein Unheil hereingebrochen und Abenteurer wurden um Hilfe gebeten. Allerdings sind wir der einzige Abenteurer, der sich dort einfindet.

Wir finden die Stadt in Trümmern vor. Aber ein Pakt mit der großen Fee der Zeit, Chronos, ermöglicht uns beim Wiederaufbau zu helfen. Mit Materialien, Geld, und Chronos Magie sind Gebäude schnell errichtet. Die Materialien und Geld müssen wir als Abenteurer beschaffen, und auch noch den Übeltäter hinter der Zerstörung finden und stoppen.
Die Geschichte hält sich insgesamt aber sehr knapp und ist nicht zeitfressend.
2D-Action
Durch Auswahl einer Mission können wir aufbrechen. Die Oberwelt ist dabei in Quadrate in isometrischer Sicht unterteilt. Bei Kontakt mit Gegnern oder dem Betreten von Dungeons wechseln wir in eine Seitenansicht. Alle Gegner in einem Gebiet wollen besiegt werden, damit wir voranschreiten können. Danach erhalten wir auch eine Anzeige über erhaltene Erfahrungspunkte und Geld, die aber den Spielfluss kurz unterbricht. Bei der Häufigkeit hätte ich eine simplere Einblendung bevorzugt, die den Spieler nicht stoppt. Oft ist das Besiegen bestimmter normaler Gegner oder Bosse das Ziel, vereinzelt das Erreichen und Öffnen einer bestimmten Truhe.

Das Kampfsystem ist dabei nicht kompliziert. Standardangriffe lassen sich in kurzen Kombos durchführen, Spezialangriffe benötigen SP. Diese laden sich nebenbei und bei Betreten neuer (Teil-)Gebiete auf. Wir können dashen um aus Angriffsbereichen zu entkommen, aber auch blocken. Standardgegner haben sehr simple Angriffsmuster, Bosse haben ein wenig mehr Variation. Aber kompliziert wird es nie.
Drei Heiltränke bekommen wir für unsere Missionen mit, die wir teils wieder auffüllen können. Daneben finden wir auch andere Tränke für SP oder Buffs, vereinzelt auch Items die durch das Tragen alleine schon wirksam werden. Amulette können zum Beispiel Statusveränderungen wie Gift verhindern.
Schwert, Magie, Alchemie
Für etwas mehr Individualität können wir zu Spielbeginn aus vier Klassen wählen. Mit Schwert und Schild sind wir gut ausbalanciert unterwegs und können zeitlich gezielt Blocken, um Schaden noch mehr zu verringern. Eine Magierin ermöglicht Angriffe aus der Entfernung. Der Alchemist kann ebenfalls etwas Abstand halten, aber die Wurfbahn seiner Angriffe kann etwas mehr Aufmerksamkeit fordern. Zuletzt können wir auch einen Kämpfer mit zwei Schwertern wählen, der beim Dashen kurz unverwundbar ist und auch einen Dash in der Luft lernen kann. Abgesehen vom Spielanfang kann man die Klasse auch in der Stadt wechseln, allerdings leveln die Klassen getrennt voneinander auf.

Ich habe alle Klassen etwas ausprobiert, war aber hauptsächlich mit Schwert und Schild unterwegs. Das Timing für das gezielte Blocken ist mir nicht immer gelungen, ist aber nicht zu knapp gehalten. Normale Gegner in der Luft sind auch meist freundlich genug, nicht aus der Entfernung anzugreifen, oder gut erreichbar zu sein. Manche Bosse haben Angriffe aus der Luft, bei denen die Fernkampfklassen etwas leichter treffen können, aber der Schwierigkeitsgrad ist nicht hoch gehalten.
Städtebau
Der Bauaspekt ist auch eher einfach gehalten. Verschiedene Gebäude verstärken dabei auch Statuswerte unseres Charakters. Eine Rüstungsschmiede zum Beispiel erhöht passenderweise die Verteidigung. Der Bonus fällt höher aus, wenn sich das Gebäude im Einflussbereich des Schlosses befindet, und durch Verbindung mit der Außenwelt per Weg. Allerdings kann man nicht einfach wild viele Gebäude platzieren und so stark werden. Denn abhängig vom Fortschritt gibt es eine Obergrenze, wieviele Gebäude einen Statusbonus bewirken.

Zusätzlich kann man Gebäude mit weiteren Materialien und Geld zweimal verbessern, um ihren Effekt zu erhöhen. Dadurch sehen sie auch anders aus. Wer möchte, kann daneben auch noch diverse Dekorationen wie Bäume oder Statuen platzieren, die aber keinen sonstigen Effekt haben.
Fazit
Nach etwa sieben Stunden hatte ich alle Missionen abgeschlossen, zeitfressend war es also nicht. Das Kampfsystem ist zugänglich und auch der Städtebau nicht kompliziert. Allerdings fehlt dadurch manchem der Tiefgang, und auch die Geschichte ist mehr ein Rahmen und knapp inszeniert. Der Pixelstil sagt mir zu, die Musik ist mir nicht im Gedächtnis geblieben.

Kingdom’s Return: Time-Eating Fruit and the Ancient Monster ist insgesamt ein netter Titel für Zwischendurch, könnte aber auch mehr Tiefe vertragen.

Vielen Dank an Inti Creates für die Bereitstellung des Testmusters. Getestet auf Nintendo Switch und Nintendo Switch 2.