Two Point Museum – Kunst und Kurioses (DLC-Review)

Artwork zu Two Point Museum: Kunst und Kurioses

Mein Review zu Two Point Museum habe ich mit einem Geständnis begonnen. Aufbauspiele sind eigentlich eher nicht so mein Ding. Das Review zum inzwischen dritten DLC starte ich diesmal ebenso mit einem Geständnis: mit klassischer Kunst kann man mich jagen. Und Kunstmuseen halte ich für stinklangweilig. Aber trotzdem treibt es mich mit dem Kunst und Kurioses DLC wieder zu Two Point Museum. Kann das gut gehen?

Alles Handgemacht!

Mein letzter Museumsbesuch ist schon wieder ein paar Monate her. Also der digitale. Der letzte analoge gerade mal ein paar Tage! Aber wie schon beim letzten Mal dauert es nur ein paar Minuten, da bin ich schon wieder voll im Management-Modus – auch, oder irgendwie auch gerade wegen der brandneuen Karte, auf der sich unser Kunstausflug tummelt. Da werden wir nämlich Schritt für Schritt durch alle Neuigkeiten hindurchgeleitet.

Ich mein, die Grundlagen sind ja wieder die Gleichen. Wir brauchen Assistenten, die unsere Tickets verkaufen, Hausmeister, die hinter den Dreckschleudern AKA Besuchern herräumen und Sicherheitsbeauftragte, die Leute wegsperren, wenn sie nur daran denken uns zu beklauen. Und natürlich Experten, aber diesmal mit dem großen Fokus auf künstlerische Kunst. Gleichzeitig sind diese aber nicht nur dafür da, dass sie sich um unsere fabelhaften Ausstellungsstücke kümmern und diesen zu perfektem Glanz verhelfen – nein, neben der Restaurierung kümmern diese sich um hochgradig exklusive Stücke. Originale. Geschaffen im eigenen Museumsatelier.

Und was für besondere Exemplare wir so erschaffen können! Mit den richtigen Skills schaffen die Künstler großartiges, manch einer ist eher in 2D ausgebildet (oder lässt sich von uns ausbilden) und schwingt den Pinsel, während andere lieber etwas dreidimensionales erschaffen.

Freude an Kunst und romantisches Kurioses?

Aber egal ob Gemälde oder Skulptur, Kunst lebt von Emotion! Das heißt, um ein besonders außergewöhnliches Kunstgut zu erschaffen, müssen wir auch noch die Emotion auswählen, die es bei den Besuchern auslösen soll. Und die können wir auch schamlos ausnutzen. Wütende Besucher zum Beispiel werden ziemlich unempfindlich gegenüber hohen Preisen. Wenn wir unseren Souvenirshop also direkt hinter eine ganze Wut-Ecke setzen, dann können wir unsere Preise schon ein gutes Stück anziehen. Und bei ekelerregenden Objekten sind die Besucher so sehr in Trance, dass selbst ein normaler Toilettengang bei ihnen Begeisterung ausübt. Und herumliegender Müll. Sachen gibts…

Screenshot zu Two Point Museum Kunst und Kurioses DLC
Unsre Besucher dürfen natürlich auch mitmachen!

Am einfachsten lässt sich das natürlich anwenden, wenn wir gefundene besondere Kunstwerke in unsren heiligen Hallen präsentieren. Die üblichen Expeditionen sind nämlich nach wie vor unglaublich lukrativ! So finden wir nicht nur Materialien um genug weitere Skulpturen herstellen zu können – unsere Experten können sich auch auf einer Reise durch Ferne Länder weiterbilden. Dabei lernen sie wesentlich mehr über Emotion und können diese dann wieder in die eigene Kunst einfließen lassen. Im besten Fall beschäftigt man so also einen wahren Emotionskünstler, der alle sieben Emotionen perfekt versteht und mit wenigen Pinselstrichen jegliches Gefühl auf die Leinwand bringt. Oder eben modelliert.

Für noch mehr Tiefe schnappen wir uns einfach jemand aus der Assistenz. Wer eignet sich denn besser für ein freudiges Portraitmotiv, als unsere Ticketprominenz? Also diese kurzerhand im Stillsitzen geschult und ab auf den Stuhl ins Atelier gesetzt. Und erst einmal ein paar Tage still sitzen, wir müssen doch die Essenz exakt einfangen! Portraits und Statuen mit beeindruckender Vorlage sind dabei besonders gefragt. Und auch ein bisschen was wert. Umso besser, dass regelmäßige Auktionen stattfinden. Kurz vorher wird eine grobe Richtung vorhergesetzt. Also welche Kunstform und welche Emotion besonders im Trend liegen. Je besser das Match und die Qualität – desto bessere Einnahmen können wir erzielen. Das rechnet sich ziemlich schnell!

Im Auge des Betrachters

Und auch mein aktuellster Ausflug ins Museum hat sich wieder so richtig gelohnt. Ich habe den DLC wieder regelrecht weggesuchtet, sodass ich an zwei sehr langen Abenden alles gesehen hatte. Neben der neuen Storyline bietet der DLC wieder jede Menge neue Ausstellungsstücke, ein tolles neues System, bei dem wir unsre eigenen Stücke erschaffen und diese auch wieder verscherbeln. Dazu natürlich jede Menge zusätzlicher Deko. Und um zu verstehen, dass der typische Two Point Humor auch nicht zu kurz kommt, muss ich zum Glück nicht erst auf Reisen Humor studiert haben! Heißt also: auch mit dem dritten Two Point Museum DLC macht man absolut nichts falsch. Also los an die Pinsel!

Auf dem Windows-Laptop via Steam künstlerisch ausgetobt. Ein herzlicher Dank geht an Sega für die Bereitstellung eines Mustercodes.