Bubsy ist in seinem zweiten 3D-Abenteuer zurückgekehrt und kann mit einem deutlich flüssigeren Gameplay und kompaktem, auf Speedruns ausgelegtem Leveldesign überzeugen. Neben dem digitalen Release hat Bubsy 4D auch eine „Pawsome Edition“ genannte physische Fassung erhalten, die wir uns für die Nintendo Switch 2 in diesem Review anschauen. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Besonderheiten der physischen Fassung und der Nintendo Switch 2-Version des Spiels, für eine Besprechung des Spiels an sich sei auf das Review von Donnerstag verwiesen.
Die Bubsy 4D Pawsome Edition wird in einem Pappkarton mit einem Reliefdruck des Titelmotivs ausgeliefert. Dieser Pappkarton ist notwendig, da neben dem Spiel selbst auch noch ein dickes Artbook und ein zweiseitiges Poster, das ungefähr im Din A4-Format ist, mitgeliefert wird. Das Artbook ist liebevoll gestaltet und zeigt verschiedene Konzeptzeichnungen und Charakter-Animationsskizzen. Zusätzlich gibt es Einblicke in einige Ideen, die in der Entwicklungsphase aufgekommen, aber dann doch nicht den Weg in das finale Produkt geschafft haben.

Das Herzstück ist aber natürlich das Spiel selbst, das auch auf der Nintendo Switch 2 auf einem vollwertigen Spielmodul ausgeliefert wird. Bubsy 4D ist also keine Game Key Card und bedarf demnach keines Downloads. Etwas schade ist, dass schon zum Erscheinungstag die auf der Karte enthaltene Fassung nach einem Patch fragt. Dieser ist allerdings nicht notwendig: Ich habe Bubsy 4D in der Version, die auf der Karte enthalten ist, durchgespielt und keine Probleme feststellen können. Insofern ist die Fassung des Spiels auf der Karte gut für eine Spielsammlung geeignet.
Die technische Umsetzung der Nintendo Switch 2-Version ist gut gelungen. Die Framerate ist stabil bei 60 Bildern in der Sekunde und auch die Grafik ist im Wesentlichen identisch zur Xbox Series X-Fassung. Augenscheinlich ist die Auflösung etwas niedriger, ohne aber gleich verwaschen zu wirken und es gibt einige zusätzliche Pop-Ups, aber diese kleinen Einbuße im Vergleich zu den deutlich leistungsstärkeren Konsolen sind fraglos gut verkraftbar.

Neben der Spielkarte findet sich auch eine Anleitung in der Spielhülle, die komplett in Farbe gedruckt ist und neben einer Erläuterung der Spielstruktur, Mechanik und Geschichte auch einige humoristische Kommentare im Stil des Hauptspiels bietet. Gerade, da Anleitungen in den letzten Jahren eine Seltenheit geworden sind, ist es erfreulich, dass die Pawsome Edition sich in dieser Hinsicht nicht hat Lumpen lassen. Schließlich hat die Spielverpackung noch ein kleines Kuriosum: Es ist kein USK- oder Pegi-Logo auf dem Cover abgedruckt. Nur auf dem Papp-Umkarton ist das USK-Siegel (ab 6 Jahren) abgedruckt. In Anbetracht dessen, dass das Logo ziemlich viel Fläche einnimmt, ist es erfreulich, dass es auf der Spielhülle weggelassen werden konnte – gleichsam ist es, wenn man sich vergleichbare Aufmachungen anderer Spiele anschaut auch erstaunlich.
Die physische Version von Bubsy 4D ist sehr liebevoll gestaltet und bietet zu einem empfohlenen Preis von knapp 50€ eine Ausstattung, die üblicherweise Sammlereditionen vorbehalten bleibt. In Anbetracht des Spielumfangs und des deutlich niedrigeren digitalen Preises richtet sich die physische Version natürlich vorrangig an Fans von Bubsy oder Entwickler Fabraz, bietet diesen aber auch ein gelungenes Paket. Als Freund physischer Medien für Videospiele freue ich mich, dass Bubsy 4D einen so runden physischen Release erhalten hat.

Vielen Dank an U&I Entertainment und Flashpoint für die Bereitstellung des Testmusters.