Nach Ridge Racer, Rave Racer und Ace Driver hatte ich bereits gehofft, es würden noch mehr 3D-Rennspiele in das Arcade Archives Lineup kommen. Völlig überraschend wurde nun vor kurzem Armadillo Racing angekündigt, von dem ich zuvor noch nie gehört hatte, aber mich, als alten Fun Racer Fan, natürlich sofort neugierig gemacht hat.

Das Arcade Archives 2 Schema bleibt
Um dies schnell abzuhaken: Auch Arcade Archives 2 Armadillo Racing hat wieder das haargenau selbe Schema, wie die anderen Arcade Archives 2 Spiele. Es gibt den normalen Arcade Modus in Englisch und Japanisch sowie Splitscreen, Highscore, Caravan und Time Attack. Für genaue Erläuterungen dieser Modi, empfehle ich meine vorangegangenen Reviews.

Armadillo Racing – Ein alberner Fun Racer
Armadillo Racing zeigt sich direkt sehr bunt und fröhlich. Ein lustiges Rennspiel, bei dem wir mit Armadillos zum Ziel Rennen bzw. Rollen. Hat man das jeweilige Rennen gewonnen, darf man sogar eine Runde Bowling spielen. Das „Fun“ ist hier durchaus groß geschrieben.
Dies fällt bereits im sehr verspielten Design auf. Alles ist kunterbunt, die erste Strecke wirkt wie ein Spielplatz und cartoonige Effekte hört und sieht man überall. Vor allem das Tapsen und Rollen ist sehr putzig.
Hat man ein Rennen beendet, bekommt man außerdem eine Animation mit Affen zu sehen, je nach dem welche Platzierung man hatte. Diese Affen animieren auch stark die Eingabe der Initialen für den Highscore, indem sie die Buchstabe mit einem Schläger auf ein Board schlagen – sehr lustig gemacht.

Im Original mit Kugel, alternativ mit Maus
Das Gameplay ist seeehr simpel gehalten. Man bewegt sich wortwörtlich nur mit dem Knüppel und fertig. Der Witz daran ist jedoch, dass der Armadillo erschöpft wird, wenn man den Knüppel auf Anschlag hält. Daher muss man versuchen den Knüppel sachte vor dem Anschlag zu halten.
Der Grund für diese Steuerung liegt am Arcade-Original, denn dieses hat man mit einer Kugel gespielt, die man drehen musste. Also man hat hierbei die Kugel in die Richtung gedreht, in die der Armadillo rollen sollte und musste dabei natürlich immer weiter drehen.
Diese Steuerung wurde in der Arcade Archives Version versucht mit Maus zu imitieren. Ja, dies funktioniert sogar auf PS5 mit einfacher USB-Maus. Ich kam auf die Steuerung gar nicht klar, aber die Option ist sehr lustig. Schade nur, dass diese nicht im Splitscreen funktioniert (bzw. nur Spieler 1 diese nutzen kann), wobei das wohl technische Gründe haben dürfte.

Umfang wieder gering
Ist wohl nicht verwunderlich, aber auch Arcade Archives 2 Armadillo Racing bietet wirklich nur wenig Umfang. Es hat zwei Strecken und den anschließenden Bowling-Modus.
Auch sind die Strecken sehr kurz. Die erste Strecke ist ein Sprint-Kurs und die zweite ein Rund-Kurs. Beide dauern nicht einmal 1 Minute. Die Sprintstrecke hat dafür jedoch ein paar lustige Hindernisse in Petto.

Fazit – Kurz, aber gut
Eigentlich würde ich Arcade Archives 2 Armadillo Racing wieder wegen dem wirklich mageren Umfang abstrafen, so wie bei den anderen Racern aus der Arcade Archives Reihe. Doch während ich mich bei Rave Racer oder Ace Driver frage „warum nicht einfach irgendein anderes Auto-Rennspiel kaufen, das mehr bietet?“, sieht es bei Armadillo Racing doch anders aus.
So etwas wie Armadillo Racing habe ich in der Form noch nirgends gesehen. Selbst wenn man es auf „Zu-Fuß-Rennspiele“ oder „Kugel-Rennspiele“ ummünzt, ist Armadillo Racing durchaus etwas Besonderes. Alleine dies kompensiert dann doch das Manko des Umfangs wieder aus.

Mag ich
– Sehr verspieltes Design
– Einfache aber lustige Steuerung
– Optional mit Maus spielbar
– Armadillos sind toll
– Bowling Minispiel
Mag ich nicht
– Magerer Umfang (wie üblich bei AA2)
– Maus nur von Spieler 1 nutzbar
Vielen Dank an HAMSTER Corporation für die Bereitstellung des Testmusters. Gespielt auf PlayStation 5.