In einem Land vor unserer Zeit: Das große Dino-Rennen (Review)

Littlefoot und Co. waren auf der PlayStation ziemlich umtriebig. Nachdem die jungen Dinosaurier bereits in einem klassischen 3D Jump & Run das große Tal erforscht haben, haben sie sich gerade einmal ein Jahr später auch an einem Wettrennen versucht. Das große Dino-Rennen nutzt Ästhetik und technischen Hintergrund des ersten In einem Land vor unserer Zeit für ein zu-Fuß-Rennspiel und bedient damit eine ziemlich kleine Nische innerhalb der 3D Jump & Runs.

In einem Land vor unserer Zeit: Das große Dino-Rennen bietet zwei verschiedene Spielmodi, einen Rennmodus und einen Erkundungsmodus. Während der Rennmodus wahlweise allein oder mit einem Mitspieler gespielt werden kann, ist der Erkundungsmodus für Einzelspieler gedacht. Beide Modi bieten jeweils acht Level, die sich teilweise thematisch überschneiden, aber vollständig unterschiedliches Leveldesign bieten.

Im Erkundungsmodus sind zunächst nur vier der acht Level freigeschaltet. Das zweite, vierte, sechste und achte Level werden jeweils freigeschaltet, wenn man eine vorgegebene Zielzeit im vorherigen Level schlägt. Auch die vier freischaltbaren Level haben einen Zielzeit, diese zu schlagen dient aber nur dem eigenen Ego, weitere Inhalte kann man auf diese Weise nicht freischalten. Ziel im Erkundungsmodus ist es, so schnell wie möglich vom Startpunkt des Levels zum Ziel zu gelangen. Anders als die Rennstrecken sind die Level im Erkundungsmodus gradlinig, man kommt also nicht wieder am Ausgangspunkt aus. In den meisten Levels reicht es zum Schlagen der Zielzeit, den Hindernisse auszuweichen und zügig durch das Level zu laufen, in einem Level allerdings kommt man – jedenfalls auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade – nicht umhin, die Boosteblumen (ob sie tatsächlich so heißen, weiß ich nicht, ich hoffe es aber!) zu sammeln und für einen kurzfristen Geschwindigkeitsschub einzusetzen.

Im Rennmodus hingegen, der im Gegensatz zum Erkundungsmodus keine Schwierigkeitsgrade hat, tritt man wahlweise gegen einen menschlichen oder einen computergesteuerten Gegner in einem Rennen über drei Runden an. Die computergesteuerten Gegner sind je nach Rennstrecke sehr unterschiedlich schwierig zu besiegen. Augenscheinlich können sie selbst keine Boosteblumen einsetzen, sind aber im Gegenzug unempfindlich gegenüber Untergründen, die die Spielfigur ein wenig ausbremsen. Anders als im Erkundungsmodus kann man im Rennmodus nichts freischalten und es wird auch augenscheinlich nicht gespeichert, ob man ein Rennen gewonnen hat.

Das Leveldesign in Das große Dino-Rennen weist keine ausgefallenen Ideen auf; einzig die gelegentlichen erhöhten Parallelwege, auf denen man Boosteblumen finden kann, fallen etwas ins Auge. Da das Spiel obendrein recht leicht ist, wird man als geübter Spieler fraglos in einer einzigen Spielsitzung alles sehen, was Das große Dino-Rennen zu bieten hat. Etwas länger Spaß am Spiel können jüngere Spieler haben, oder aber wenn man sich zu zweit vor der Konsole einfindet. Allerdings ist die Rennerfahrung für längerfristigen Mehrspielerspaß doch etwas zu steril und die Rennstrecken schlicht nicht interessant genug, um das Spiel über viele Runden zu tragen.

In einem Land vor unserer Zeit: Das große Dino-Rennen ist ein Rennspiel-Jump & Run-Hybrid und als solches grundsätzlich schon etwas Besonderes. Das Spiel leistet sich darüber hinaus auch keine groben Schnitzer, so dass man durchaus gut unterhalten werden kann. Mit seinem geringen Umfang, wenig eingängigen Streckendesigns und niedrigen Schwierigkeitsgrad ist es aber im Endeffekt nur ein Spiel für eine schnelle Spielrunde, das nur zu einem sehr günstigen Preis erworben werden sollte.

Getestet auf PlayStation.