Kukkoro Days (Review)

Kukkoro Days ist eine weitere kurzweilige Love VN von qureate auf Nintendo Switch. Diesmal gibt es Besuch aus einer anderen Welt, in der Schwert und Magie sowie Monster normal sind. Dieser landet im Garten Akihabara. Aber was ist dieses ominöse „Kukkoro“? Nun, hier wird es unter anderem als „Ugh, kill me!“ übersetzt, wenn Cattleya (das ist auch im Westen die Bezeichnung einer Blume) die Situation nicht weiter ertragen möchte. Was für Situationen das in anderen Werken sein können, in denen geschlagene Kriegerinnen diese Äußerung tätigen, überlasse ich der Fantasie der Leser. Hier bleibt es zumindest vorzeigbar.

Story

Wieder einmal darf der Spieler den teilzeitarbeitenden, allein lebenden Protagonisten selbst benennen. Nach der Heimkehr liest dieser eine ihm empfohlene Light Novel über eine Ritterin, deren Rüstung auf dem Cover nicht viel bedeckt. So weit nichts besonderes.

Früher hat man Patienten öfter fixiert.

Doch kurz nach dem Durchlesen erstrahlt plötzlich ein helles Licht in seinem Zimmer und ein magischer Kreis erscheint. Daraus fällt eine verletzte Ritterin auf sein Bett. Sie bedroht ihn, da er eine Scherge des Drachen Diablo sein könne, kollabiert jedoch. Unsicher, wie er die Situation einem Notarzt oder der Polizei erklären solle, leistet der Protagonist der Ohnmächtigen erste Hilfe.

Nach dem Aufwachen begreift sie bald die Situation, in einer anderen Welt gelandet zu sein und entschuldigt sich. Sie überredet den Protagonisten, ihr zu helfen und wohnt bei ihm. So beginnt das Zusammenleben des Protagonisten mit der Ritterin Cattleya. Können sie einen Weg für Cattleya zurück in ihre Welt finden, oder sogar die Liebe?

In einer Welt mit so wenig Magie gerät die Suche nach einem Rückweg teils sehr in den Hintergrund, und Cattleya kann dort auch ihre weniger ritterlichen Seiten zeigen. Natürlich gilt es auch in Kukkoro Days ein paar Entscheidungen zu treffen, die in der Regel nur einen Teil der jeweiligen Szene verändern, aber auch Einfluss auf das Ende haben können.

Nicht so ganz.

Präsentation

Die Präsentation besteht auch diesmal im wesentlichen aus Text vor Hintergrund, und Cattleya, die durch die E-Mote- Technik belebter und plastischer wirkt. Die allseits beliebten Vollbildillustrationen gibt es natürlich auch. Nur Cattleya ist vertont, aber abgesehen vom Protagonisten haben andere Charaktere auch kaum Redezeit.

Sonstiges

Über Kukkoro habe ich in der Einleitung genug geschrieben, kommen wir zum wichtigen Teil, den Blumen. Cattleya ist die Bezeichnung einer Orchideengattung. Das war mir natürlich …unbekannt. Diese kann unter anderem für magische Kraft stehen, was zu Cattleya in diesem Spiel passt. Sie ist zwar hauptsächlich Ritterin, besitzt neben ihrer physischen Kraft aber auch magische Kräfte. Zumindest in ihrer Welt. Außerdem gibt es noch die Bedeutung „bezaubernd“, im weniger magischen Sinne. Dagegen habe ich keinen Widerspruch. Zusätzlich habe ich noch etwa „erwachsene Anziehung“ und „elegante Frau“ gefunden. Je nach Interpretation mag das zumindest teilweise passen.

Werbung darf in Akihabara nicht fehlen.

Auch in Kukkoro Days dürfen Bilder und Anspielungen bezüglich anderen VNs von qureate nicht fehlen. So sind Werbeplakate zu Prison Princess und Trouble Days zu finden, und auch ein Vorfall aus NinNinDays wird wohl angedeutet.

Fazit

Kukkoro Days bietet wieder einmal die gewohnte kurzweilige Unterhaltung. Die Kluft zwischen Cattleyas Ritterlichkeit und ihrer niedlicheren Seiten hat ihren Reiz. Ihr „Kukkoro“-Ausruf kommt ein paar mal vor, ist aber mehr eine sprachliche Angewohnheit, wenn ihr etwas peinlich oder unangenehm ist, und keine ernstzunehmende Aufforderung. Es passiert wie eingangs erwähnt in der VN nichts so schlimmes, dass man im Boden versinken oder schlimmeres wollte, wenn man darauf angesprochen wird.

Fluffly?

Wer andere VNs von qureate auf Nintendo Switch mochte, dem kann ich auch Kukkoro Days empfehlen.

Getestet auf Nintendo Switch.