Pine Hearts (Review)

Bald starten die Sommerferien und ich reise dieses Jahr mal wieder nur in der Gamingwelt herum. Bevor ich meine virtuellen Koffer packe, habe ich einen kleinen 2-Tages-Ausflug in ein Kaff in der Nähe von Nirgendwo unternommen. Dieses Mal mit meiner Nintendo Switch. 

Das Örtchen hat den titelgebenden Namen Pine Hearts und neben einem Campingplatz mit angrenzendem Strand gibt es beispielsweise auch eine mehr oder weniger gruselige Burgruine zu erkunden. Im Herzen (hehe) ragt jedoch ganz imposant ein Berg in den Himmel, den unser Hauptcharakter zu erklimmen erhofft.  

Um diesen Pfad betreten zu dürfen muss er sich allerdings erst einmal beweisen und allerlei Fähigkeiten lernen, indem er den Menschen, die sich in diesem Örtchen niedergelassen haben, dabei hilft ihre großen und weniger großen Probleme zu lösen. Ja, man spielt den Laufburschen. Aber anders als in vielen anderen Spielen dieser Art sind die Quests eine gute Motivation jeden noch so kleinen Winkel der Karte zu erkunden.  

Alle Nase lang stößt man auf Items, die eingesammelt werden können und später für Quests wichtig sind. Mir gefällt sehr, dass die Tasche eigentlich schon zu groß genug ist, damit man sich nicht merken muss, wo man etwas hat liegen lassen. So erfährt man vielleicht nicht direkt, wofür man das eine oder andere Teil mal braucht, aber es ist spannend darauf zu warten die richtige Person zu finden die damit etwas anfangen kann. 

Rätsel sind leider nur sehr wenige in Pine Hearts zu finden. Anspruchsvolle Rätsel gibt es sogar gar nicht. Aber sie passen zu dem kindlichen Vibe den das Spiel insgesamt versprüht. Besonders zu Beginn ist es immerhin rätselhaft, wie man in gewisse Bereiche vordringen soll. Pine Hearts ist zwar klein, aber dadurch, dass man nach und nach erst entsprechende Fähigkeiten freischaltet, dauert die komplette Erkundung der Karte erstaunlich lang.  

Fähigkeiten wie klettern, Bäume schubsen und Holz zerkleinern erlangt man, indem man die Tautropfen einsammelt, die überall verteilt sind. Den Großteil bekommt man allerdings durch das Abschließen von Quests. Hat man einen Meilenstein erreicht, wird eine Story-Sequenz getriggert, in welcher der Charakter sich wieder daran erinnert, wie er sie das erste Mal erlernt hat. 

Mit Ausnahme des Intros und der Abschluss-Sequenz ist das der einzige Story Inhalt, weshalb ich nicht zu viel erzählen will. Kurz gesagt: in diesem Spiel geht es um die liebevolle Beziehung zwischen Vater und Sohn. Die blühende Fantasie des Kindes findet dabei auch im Erwachsenenalter bei unserem Hauptcharakter immer wieder Auswüchse und macht das Spiel zu einem sehr charmanten, kleinen Vertreter des Cozy Game Genres. 

Fazit 

Insgesamt ist Pine Hearts ein sehr kurzes Spiel. Da es aber ein wirklich rundes Produkt geworden ist, möchte ich eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen. Vor allem für jüngere Spieler, die noch nicht viel bzw. Keine Erfahrung mit Abenteuerspielen haben, eignet sich Pine Hearts sehr. Die Mechaniken und Quests sind abwechslungsreich, die Musik und auch die allgemeine Atmosphäre erinnern irgendwie entfernt an Animal Crossing. Der Humor ist einfach, aber charmant – ebenso wie die Story. Und das beste: man kann Hunde streicheln!

Ich hatte von Anfang bis Ende meinen Spaß mit diesem Titel, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich es nicht noch einmal spielen werde. Denn mit einem Durchgang hat man leider auch schon alles gesehen. 

Ein herzliches Dankeschön an Hyper Luminal Games für die Bereitstellung des Mustercodes. Getestet auf Nintendo Switch.