Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection – Additional Side Story: Rudy (Review)

Das Hauptspiel Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection konnte mich überzeugen. Jetzt ist der Download-Inhalt Additional Side Story: Rudy erschienen. Bei der Ankündigung wusste ich nicht so recht, was man erwarten kann. Rudy ist der feline Begleiter des Protagonisten, aber was für eine Nebengeschichte sollte es werden? Jetzt wissen wir mehr.

Rudy und sein legendärer Vorfahre

Rudy als treuer Begleiter des Protagonisten blickt stolz auf seinen Stammbaum zurück. Nicht nur dient seine Familie seit Generationen treu dem Königshaus von Azuria, er hat sogar einen legendären Vorfahren. Dieser hat zusammen mit einem Rider die Welt gerettet.

Dann kommt die Nachricht, ein seltsames Monster sei in einem Egg Crystal entdeckt worden. Wir untersuchen die Sache und finden es schließlich. Oder ihn, den legendären Vorfahren. Er sieht etwas anders aus als in den Schriftrollen über die legendären Taten. Es ist Navirou, bekannt aus den Vorgängern. Rudy trifft also sein Ziel der Bewunderung von Angesicht zu großem Angesicht. Aber kann er diesem Vermächtnis gerecht werden?

Das müssten Experten klären.

Der Umfang der Side Story beträgt mit Szenen, etwas Materialsammeln und zwei Kämpfen grob eineinhalb Stunden. Im Gegensatz zu den Side Stories der Rider im Team gibt es natürlich weder eine alternative Waffe noch ein alternatives Monstie, da Rudy kein Rider ist. Immerhin gibt es zwei neue ausrüstbare Dekorationen und eine Art Angriffsitem, die Teile verwundbarer macht. Und ein Navirou-Kostüm mit alternativen Kommentaren für Rudy.

Eine royale Herausforderung?

Im Zusammenspiel mit dem gleichzeitig erschienenen kostenlosen Update mit „Royal Monsters“ gibt es dann noch einen besonders schweren Kampf, sobald man royale Monster freigeschaltet hat. Nergigante auf Level 99, das mit seiner Stärke, Hartnäckigkeit und seinem Stachelsystem kein Zuckerschlecken ist.

Beim ersten Versuch habe ich die Stacheln bei weitem nicht schnell genug zerstören können. Die Strafe folgt auf dem Fuße, sobald alle schwarz geworden sind. Ein vernichtender Angriff hat alle kämpfenden Rider und Monsties trotz Maximallevel vernichtet. Auch ein übrig gebliebenes Herz und somit die Fortführung des Kampfes war keine wirkliche Hilfe. Die Stacheln werden nicht plötzlich leicht zum Zerstören. Und Nergigante hatte plötzlich Regeneration für seine Lebenspunkte, weit höher als mein Schaden pro Runde. Keine Chance.

Keine Sorge, das macht uns nichts.

Ganz so einfach wollte ich nicht aufgeben und habe mit leichten Anhaltspunkten aus dem Internet ein anderes Team aufgebaut. Mehrere gleiche Monsties regenerieren auf der Ersatzbank jeweils Stamina, um beim Einwechseln einen sehr starken, teuren Angriff einsetzen zu können. Dafür musste ich natürlich erst mal Gene sammeln. Die Stamina-Regeneration sollte möglichst hoch sein, das Angriffs-Gen war auch nötig. Daneben habe ich den elementaren Schaden erhöht, sowie den Teileschaden beim Nutzen einer elementaren Schwachstelle.

Aber die Mühe war umsonst. Der Schaden war trotzdem nicht hoch genug, um den Superangriff auch nur ansatzweise zu stoppen. Jedes Teil hätte in der Regel zwei Angriffe gebraucht. Und die starken Angriffe von Nergigante auf dem Weg dahin haben so manches Mal Monsties ausgeschaltet oder zumindest die Aktion unterbrochen. In einem Kampf hatte ich die Zeit zufällig gesehen, ich war nach einer Viertelstunde und zirka 50% verbleibenden Lebenspunkten von Nergigante gescheitert.

Das gleiche Bild wie ganz oben!

Eigene tolle Ideen zur Verbesserung hatte ich nicht, zumal das Ausprobieren viel Zeit kostet. Motivation, ein Team nach genauen Internet-Infos zu erstellen in der Hoffnung, es würde plötzlich für mich ohne Glück machbar, hatte ich ebenfalls nicht. Somit bleibt dieser stachelige König ungestürzt.

Fazit

Additional Side Story: Rudy ist nett zu erleben, Navirou spaltet aber seit jeher die Fangemeinde. Die royale Version von Nergigante als Herausforderung war mir leider zu stark, zumal ich für das Grundspiel keine Meta-Teams aufgebaut hatte. Ob man den aufgerufenen Preis für den Inhalt in Ordnung findet, gerade im Vergleich mit dem Hauptspiel, ist subjektiv. Für eine klare Empfehlung reicht es mir zumindest nicht.

Vielen Dank an Capcom für die Bereitstellung des Testmusters. Getestet auf PC (Steam Deck).

Kostenloses Update – Royale Monster

Bei der Gelegenheit und wegen des royalen Nergigante gehe ich auch auf das Update ein, das zeitgleich mit der Additional Side Story: Rudy kam. Aus den Vorgängern kann man royale Monster kennen. Dort traf man auf besonders starke schlafende Monster, die man ansonsten erst später als normale Gegner trifft. Mit dem richtigen Vorgehen konnte man sie so schon früh besiegen und in ihr Nest fliehen lassen. Somit konnte man entsprechende Monsties früher als normal erhalten.

In Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection gab es keine royalen Monster. Das aktuelle Update vom 26.06.2026 hat aber eine eigene Version davon eingefügt. Diesmal trifft man so jedoch nicht schon früher auf bestimmte Monster. Zum Freischalten muss man sogar den Endgegner in einer schwereren Version besiegen. Aufgrund eigener Fehler habe ich trotz Maximallevel zwei Versuche gebraucht.

Da habe ich sonst nur das im Kristall gesehen.

Dann kann man fast jedes Monster als royale Variante treffen, ein Kronensymbol über dem Kopf zeigt es vor dem Kampf an. Meiner Beobachtung nach ist das dann nicht per Zufall bestimmt, sondern Monster an bestimmten Stellen sind dann wohl royale Monster.

Royale Monster sind auf dem höchsten Level, 99. Aber die Herausforderung ist natürlich nicht bei jedem gleich. Monster, die im normalen Fall schon keinerlei Herausforderung bieten sollten, sind weiterhin eher schwach. Viele Monster haben zumindest mit dem ein oder anderen Angriff Potenzial, auch mit einem Treffer einen Rider oder ein Monstie zu besiegen. Und dann gibt es noch Monster, die schon ohne royale Version herausfordernd für mich waren. Nach meiner Erfahrung mit dem royalen Nergigante hatte ich aber keinerlei Motivation, diese auszuprobieren.

Gargwa auf Level 99, spürt ihr den Fluchtinstinkt?

Eine handvoll royaler Monster habe ich besiegt, besondere Belohnungen scheint es nicht zu geben. Somit kann man sich auch nicht erst mal durch die schwächeren Exemplare kämpfen und langsam durch neue Ausrüstung stärker werden.

Wenn ich mich nicht verzählt habe, können motivierte Spieler knapp über einhundert royale Monster finden, besiegen und in der Monsterpedia ein entsprechendes Symbol erhalten. Dieses berücksichtigt sogar den Rang, den man bei Abschluss des Kampfs erhalten hat. Potenziell kann man also einige Stunden mit dem Update verbringen. Mich persönlich motiviert das System allerdings nicht, ich warte lieber auf einen Nachfolger.