Warhammer 40,000: Speed Freeks (Konsolen-Update Review)

Warhammer 40000 Speed Freeks Console Review Header

Vor einem Jahr durfte ich Warhammer 40,000: Speed Freeks für PC testen und schrieb da noch im Fazit „Ich hoffe sehr, dass es in Zukunft auch auf Konsolen erscheint, damit ich dies mit Freunden spielen kann!“. Diese Hoffnung hatte sich vor kurzem erfüllt und auch hier bekam ich wieder offiziell die Gelegenheit das Spiel auf PlayStation 5 zu testen.

Die Wertung meines ursprünglichen Reviews ändert sich nicht wirklich (in unserem groben Ampelsystem) und bleibt damit grün. Warum es grün war/ist könnt ihr nach wie vor in meinem Review von 2025 nachlesen.

Ein Ork Trike im Sprung hinter einem Ork Auto und ein attackierender Panzer im Hintergrund, von Warhammer 40,000 Speed Freeks

Was ist neu? – Fahr’n un‘ Klopp’n zum Selbermachen

Die auffälligste Neuerung direkt bei Start des Spiels ist der neue Editor. Hierbei können wir eigene Umgebungen für Rennen bauen. Der Modus basiert hier grob immer auf Killa Rallye, aber nur mit einem Abschnitt. Also man bekommt Punkte für Check-Points und Kämpfen. Die meisten Erstellungen, die ich gesehen habe, sind eher eine Art pures Rennen (dennoch mit Kampffunktionen, versteht sich).

Leider fahren hier keinerlei Bots mit, was ein Solo-Ausprobieren zu puren Zeitrennen oder Carcour machte. Sprich, es ist klar darauf ausgelegt, dass man diese mit einem kleinen Grüppchen startet und dann Spaß an Rennen hat. Wobei Solo Carcour schon ganz witzig sein kann.

Die Erstellung im Editor wirkte mir beim kurzen Ausprobieren sehr angenehm umgesetzt, mit voll freier Platzierung und Skalierung von Objekten. Als Grundlagen kann man sich die bestehenden Karten oder „saubere“ Versionen dieser nehmen. Die große Freiheit führt leider auch mal dazu, dass viele Kreationen sehr roh sind und man sich durch ein paar nahezu unspielbare Kreationen rumprobieren müsste. Ist natürlich nicht verwunderlich bei einem Editor mit solchen Freiheiten, lässt jedoch den Reiz daran abflachen.

Der Editor von Warhammer 40,000 Speed Freeks
Es gibt viele kleine und sehr große Teile zum Bauen

Ein wenig neuer Inhalt – Deffkopta!!!

Seit dem ich die PC-Version vor einem Jahr gespielt hatte, kamen zwei neue WAAAGH!-Pfade hinzu. Sprich mehr Cosmetics zum Freischalten. Grindy sind die immer noch, aber weiterhin ohne FOMO, MTX und dergleichen.

Ebenso kam in der Zeit ein neues Fahrzeug dazu, namens Deffkopta. Dieser kleine Helikopter in dem ein einzelner Ork mit großem Messer sitzt, ist schnell und flink. Er fliegt so ein paar Meter über dem Boden und steuert sich damit eigentlich nicht anders als andere Fahrzeuge, kann damit aber Terrain interessant umgehen. Mit seinen Fähigkeiten kann er z.B. mit dem Rotor nach vorne stürmen oder kurz abgesenkt näher am Boden fliegen.

Natürlich bringt der Konsolen-Release auch Crossplay mit sich und funktioniert soweit ich das sehe unproblematisch.

Ein Deffkopta von Warhammer 40,000 Speed Freeks
Der Deffkopta ist schon irgendwie irre

Performance – Uff …

Wenn ich mal in den Runden bin, läuft alles super. Es macht sehr viel Spaß, wie eh und je, und hat keine direkten technischen Probleme. Ich hatte auch schon Bugs, aber die waren nur kleiner optischer Natur. Doch dann schaue ich auf alles Drumherum …

Das fing schon damit an, dass das Spiel zu Release (und davor) einfach jedes mal abstürzte, beim Versuch es zu starten. Dies hing irgendwie am der Online Verbindung, da ich es mit abgeschaltetem Internet starten konnte. Was mir jedoch nichts brachte, da das Spiel einen Online-Zwang hat.

Nach einem Hotfix-Patch lief es dann nun, doch weiterhin nicht wirklich sauber. Ich habe teils Probleme mit Hostmigrationen, kann hier und da mal aus Runden (nach dem Ende der Runde) nicht mehr rausgehen und muss sogar gelegentlich das Spiel deshalb neu starten. Hierbei möchte ich klar betonen, dass mein Internet generell zurzeit Probleme macht. Jedoch lassen sich alle anderen Spiele, die ich sonst so Online auf PS5 spiele, normal spielen, sobald ich mal drin bin.

Übrigens konnte ich nun mal Online Multiplayer mit einem Freund ausprobieren und fand es seltsam, dass ich ihn nicht einladen konnte sondern er über die Server beitreten musste. Ebenso ist die Teamwahl dann nicht fix, sondern variiert dann immer. Stört mich nicht, da ich es witzig finde gegen Freunde anzutreten, aber durchaus gut zu wissen, wie ich finde.

Ach übrigens: Warum spielen eigentlich die meisten Möder Konvoi??? Das ist sehr schade, da ich Killa Rallye deutlich besser finde. Ist jedoch nur ein Nitpick, da ich ja auch eigene Räume aufmachen kann und diese ebenso nach und nach befüllt werden.

Ein Stampfa in Mörder Konvoi wird aus mehreren Richtungen attackiert
Mörder Konvoi wird am Meisten gespielt und ich verstehe nicht warum …

Fazit – Ein Hoch und Runter

Hätten wir eine Prozentwertung auf unserer Seite, würde ich dem Konsolen-Update eine leicht bessere Wertung als zuvor geben, eben aufgrund der neuen Inhalte. Besonders der Editor ist schon eine gigantische Neuerung. Doch leider ist die Performance wirklich erschreckend.

Ich komme hier zu dem Schluss, dass der ganze Online-Zwang und dessen Optimierung ein wirkliches Problem am Spiel sind. Der einzige Grund warum ich dennoch nicht auf gelb runter gehe, weil es innerhalb der Runden phänomenal bleibt und wenn ich in Runden mal drin bin, ich eben diese problemlos fertig spielen kann. Im Übrigen gibt es noch Problem mit Markierungen von neuen Objekten (die gehen teils nicht weg).

Caged Element haben wirklich ein Händchen dafür, die Gameplay-Erfahrung + Präsentation perfekt zu gestalten, doch das drumherum viel an Optimierung vermissen zu lassen. Was wirklich schade ist, da in meinen Augen die Spiele ein immenses Potential haben, an der Perfektion zu kratzen.

Vielen Dank an Caged Element Inc. und Wired Productions für die Bereitstellung des Testmusters. Gespielt auf PlayStation 5.