Ninja Gaiden 4 The Two Masters (Review)

Im letzten Jahr erschien nach langer Zeit ein neuer 3D-Teil der „Ninja Gaiden“-Reihe. In Ninja Gaiden 4 spielte man den neuen Protagonisten Yakumo, aber auch der bekannte Ninja Ryu Hayabusa spielte eine Rolle und war spielbar. Ein paar Monate musste man nun auf den zusätzlichen Inhalt Ninja Gaiden 4 The Two Masters warten. Hat sich die Wartezeit ausgezahlt?

Keine Ruhe für Ninja-Meister

Ryu Hayabusa ist schon lange als Ninja-Meister bekannt, in Ninja Gaiden 4 trat Yakumo in das Rampenlicht als weiterer Ninja-Meister. Etwas nach dem Sieg in der Hauptgeschichte treten wieder dämonische Fiends in größeren Mengen auf. Die Ursache wird bald gefunden. Ein besonders mächtiges Exemplar, Seere, hat es auf Tokyo abgesehen. Dabei stehen die beiden Meister im Weg und werden Ziel. In drei linearen Kapiteln ohne nennenswerte Abzweigungen kämpfen wir uns also durch alte und manche neue Gegner. Die Gebiete basieren stilistisch auch zu großen Teilen auf bekannten Gebieten.

Seere hat ein etwas seltsames Design.

Für etwas Frische sollen auch die neuen Waffen dienen. Yakumo erhält eine Sense für schnelle Nahkampfangriffe und langanhaltende Fernkampfangriffe. Mit dem richtigen Timing wird deren Abschluss stärker und kann im Berserker-Modus auch Gegner per Bloodbath Kill ausschalten. Das Timing gelang mir tatsächlich relativ gut.

Ryu hatte im Hauptspiel nur ein Schwert als Waffe. In The Two Masters erhält er zusätzlich das Peitschenschwert Jakotsumon. Kettenartig ausgefahren hat diese Waffe eine größere Reichweite. Außerdem kann man sich an ferne Gegner ziehen oder diese zu Ryu ziehen. Ich persönlich mochte Yakumos neue Sense aber lieber. Die neuen Waffen kann man außerdem schon früh im Hauptspiel nutzen, wohingegen die „The Two Masters“-Kapitel erst nach Abschluss der Hauptgeschichte freigeschaltet werden.

Yakumos neue Waffe.

Die Geschichte ist sehr knapp gehalten und auch der Umfang ist nicht allzu groß. Ich habe zwar laut Spielanzeige auf Normal immerhin insgesamt fast zwei Stunden für die drei Kapitel gebraucht, allerdings war ich auch eingerostet. Bosse haben mehrere Versuche gebraucht, beim Endgegner allein dürfte ich schon über eine halbe Stunde verbracht haben. So wirklich gut war ich nicht im Abwehren der Angriffe. Zusätzlich hat der Endgegner im späteren Kampfverlauf auch noch einen tödlichen Angriff, den ich nie verhindern konnte. Gerettet hat mich dann bei jedem entsprechend langen Versuch das eine Wiederbelebungsitem, das man mitführen kann.

Darf es ein bisschen mehr sein?

The Two Masters enthält aber nicht nur die Story. Ein paar Herausforderungen im Challengemodus werden hinzugefügt, gänzlich neu ist „Abyssal Road“. Dort sind 100 „Stockwerke“ in acht Schichten mit je zehn Stockwerken und eine finale Schicht mit zwanzig Stockwerken aufgeteilt. Jedes „Stockwerk“ besteht aus einem Kampf gegen vorgegebene Gegner. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei an und soll gegen Ende auf dem Niveau des höchsten Schwierigkeitsgrades liegen. Für mich also eher weniger erreichbar.

Bei mir eher „The Two Common Ninja“

Die Ausrüstung wird vom gewählten Speicherstand übernommen, Items aber nicht. Stattdessen erhält man zu Beginn einer Schicht eine bestimmte Menge Geld, die man für Items ausgeben kann. Diese müssen dann bis zum Ende der Schicht reichen. Scheitert man, kann man vom Beginn der Schicht neu einsteigen. Auch so kann man von erreichten Schichten aus anfangen, statt nur vom ersten Stockwerk. Mit genug Punkten in einer Schicht erhält man außerdem Belohnungen.

Ich muss zugeben, für mich persönlich bietet dieser Modus leider keinen Reiz. Aber es gibt Spieler, die solche Modi mögen, diese werden damit mehr Spaß finden können.

Fazit

Ninja Gaiden 4 The Two Masters ist ein Zusatzinhalt, der nur wenig Story aber immerhin zwei neue Waffen bringt. Außerdem werden Fans von Herausforderungsmodi und Highscores auch etwas länger Spaß daran haben als Story-fokussierte Spieler. Für diese ist der Zusatzinhalt etwas mager.

Vielen Dank an Xbox Game Studios für die Bereitstellung des Testmusters. Getestet auf Xbox Series S.