Life Below (Review)

Life Below - Artwork

Wir haben unsere Insel aufgebaut, Bewohner eingeladen und uns mit allen angefreundet. Wir mussten harte Entscheidungen treffen, jede Entscheidung konnte unsere ganze Siedlung vernichten. Und wir sind einen Schritt nach hinten getreten und haben uns auf ein einzelnes Museum konzentriert und diesem zu Ruhm und Ehre verholfen. Doch diesmal ist alles anders. Statt Stein auf Stein eine Kolonie zu errichten, stehen wir in Life Below vor einer anderen Aufgabe: dem sterbenden Ozean wieder Leben einzuhauchen und ein fragiles Unterwasser-Ökosystem zu stabilisieren.

Unten im Meer!

Wir starten mit einem Riffherzen, dem Stützpunkt unserer Ozeankolonie. Von dort an müssen wir das Gleichgewicht wiederherstellen und die maritime Flora und Fauna anlocken und pflegen. Und um dieses Ziel zu verfolgen fangen wir doch am besten mit den Korallen an. Schnell sind die ersten Strukturen gebaut, wir versorgen sie auch sogleich mit genug Energie. Flugs produzieren die ersten Muscheln auch Perlen, die wiederum nebst Essenzen und Korallenbestandteilen als Ressourcen zum Bau für weitere Strukturen verwendet werden.

Wassergeister helfen uns dabei sämtliche Rohstoffe in das Riffherz zu transportieren, das nebenher auch als Lagerstätte dient. Ebenso bringen sie sämtliche notwendigen Rohstoffe zum Bau von Strukturen zu genau jenen Baustellen. Eine echte Hilfe also! Umso besser, dass wir uns auch dafür einsetzen können mehr von den Helferlingen auszubrüten und so eine richtige Armee aufbauen.

Aber was gehört denn zu einem lebendigen Gebiet noch so alles dazu? Selbstverständlich die Bewohner! Also schnappen wir uns Seegräser und stellen doch daraus direkt unsere ersten Köder her. Und schon bald schwimmen die ersten Gruppen von Clownfischen in unserer Zone umher, wie schön! Die Biodiversität ist dabei auch ein wichtiger Fortschrittsfaktor: denn diese gilt zugleich ebenso als eine Art Währung um Forschung zu betreiben und weitere Strukturen und besondere Korallen freizuschalten. Auf diese Weise erweitert sich so schrittweise das gesamte Repertoire ohne zu überfordern. Allerdings hätte es mir persönlich auch ein gutes Stück schneller gehen können, da Life Below das Tempo der Progression eher ausbremst. Für mich waren ein paar Zwischenschritte bis ich meine Siedlung neu erweitern konnte schon immer ein bisschen repetitiv. Trotzdem hatte ich meinen Spaß damit die eigene Zone weiter auszubauen, mehr maritime Fauna anzulocken und einfach ein bisschen die Stimmung zu genießen – aber so ganz wollte der Funke trotzdem nicht überspringen.

Schöne Tiefe, wenig Sog

Auch wenn Life Below schon ein tendenziell sehr entspannendes Spiel ist und auch durch seine wunderbare Atmosphäre zum Träumen einlädt, muss man trotzdem auch noch ein bisschen aufpassen. Alle eingeladenen neuen Bewohner unseres Riffes benötigen ihre Kost und Logie, also müssen wir passende Schlafplätze in Form und Anemonen und Futter aus Algen bereitstellen. Und je nach Spezies sehen die exakten Anforderungen auch ein bisschen anders aus.

Screenshot zu Life Below
Nach und nach erholt sich das Riff

Aber auch das Große Ganze birgt ein paar Herausforderungen. Die meisten Strukturen erhöhen nämlich auch das Klima im Ozean und beeinträchtigen den PH-Wert. Da gibt es auch immer bestimmte Idealwerte, die wir erreichen sollten, ansonsten kann es auch zu einem Bösen Erwachen führen. Ob Life Below eigentlich eher Cozy angehaucht ist oder nicht – ich habe einmal zu Beginn nicht auf die Temperatur geachtet. Da wurden ziemlich schnell einige Strukturen deaktiviert, meine Artenvielfalt verflüchtigte sich massiv und ich musste mühsam mich wieder nach oben kämpfen. Klappte schon irgendwie. Aber eine weitere Eiszeit wusste ich dann zu verhindern.

Zurück an die Oberfläche

Der Citybuilder mit dem besonderen Setting funktioniert hervorragend und vermittelt eine bekannte, aber wahnsinnig wichtige Nachricht. Life Below trägt über seine Spielzeit hinweg und bietet immer wieder neue Möglichkeiten die Kolonie zu erweitern und bleibt dabei wunderbar entspannend. Leider wollte – aller Qualitäten zum Trotz – der Funke bei mir nicht so richtig überspringen. Und das macht es an dieser Stelle schwierig für mich es tatsächlich weiterzuempfehlen, obwohl ich das wirklich gerne würde. Wenn eurer Interesse geweckt wurde, dann schnappt euch am allerbesten die Demoversion und taucht selbst in die Untiefen ab!

Findet Nemo auf dem PC nachgestellt. Ein herzlicher Dank geht an Megapop und Kasedo Games für die Bereitstellung des Testmusters.