Hyperdimension Neptunia Re;Birth2: Sisters Generation (Review)

Artwork Hyperdimension Neptunia Re;Birth2: Sisters Generation

Der zweite Teil der Hyperdimension Neptunia Re;Birth Series ist Hyperdimension Neptunia Re;Birth2: Sisters Generation. Das RPG folgt Neptunes jüngerer Schwester Nepgear, die etwas weniger überdreht ist.

Dabei handelt es sich nicht um eine direkte Fortsetzung und Re;Birth2 lässt sich unabhängig von Re;Birth1+ spielen. Handlungsort ist eine andere Version von Gamindustri und die handelnden Charaktere sind eine Mischung aus alten und neuen Charakteren.

Düstere Zeiten

Drei Jahre sind vergangen, seitdem die CPUs überwältigt wurden. Die Leute haben eine neue Göttin zur Verehrung gefunden und Verbrechen sind unter ASIC auf dem Vormarsch. Videospiel-Piraterie, Hacking und Emulation werden immer häufiger.

Nun brechen Compa und IF auf, um die CPUs zu befreien. Doch mit ihrem Sharicite, kristallisierten Shares, gelingt es ihnen lediglich, Nepgear zu befreien.

Als jüngere Schwester der CPU Neptune ist Nepgear CPU-Anwärterin. Daher kann sie mit HDD ebenfalls ihre Gestalt ändern.

Um ihre Schwester und die anderen CPUs zu retten, benötigt Nepgear mehr als nur ein paar Shares. Daher bricht sie auf, um die Maskottchen der verschiedenen Regionen zu finden und auch die anderen CPU-Anwärterinnen um Hilfe zu bitten.

Ungewöhnlich ernst wird auch Sisters Generation nicht, doch insgesamt ist die Atmosphäre etwas gedämpfter als im Vorgänger. An Witzen und Referenzen mangelt es zwar auch hier nicht, aber Nepgear ist keine immerpositive Puddingliebhaberin wie ihre Schwester, sondern zweifelt auch mal an ihren Fähigkeiten.

Manche Witze werden auch hier sehr überstrapaziert, aber ich empfand es doch als etwas weniger anstrengend, wenn eine Handlangerin der Gegner regelmäßig als Underling bezeichnet wird. Der Fanservice ist darüber hinaus etwas weniger aufdringlich als im Vorgänger.

IF: "Disc burning, disc copying... Even kids now see piracy as normal, and have put their faith in it."
Dungeons und Kampfsystem

Das grundsätzliche Gameplay ist dasselbe wie in Re;Birth1+. Im Detail fühlt sich die Steuerung auf der Weltkarte etwas angenehmer an. Dafür erhalte ich nicht ganz so oft neue Pläne für das ebenfalls vertretene Remake-System aus den Monologen der Referenzcharaktere. Gilde, Events und viele Dialoge sind auch hier wieder vorhanden. Gamindustri besteht aus einer größeren Landmasse mit etwas Wasser.

Dungeonlayouts und -designs sind ebenfalls dieselben. Das Kampfsystem wurde übernommen und alte Charaktere verfügen über die gleichen Fähigkeiten. Neue haben ihre eigenen Angriffe, was wenigstens für etwas Abwechslung sorgt. Zudem besteht mein Team jetzt aus maximal vier Charakteren gleichzeitig statt nur dreien.

Das EXE-System, bei dem ich zuvor lediglich für jede gefüllte Leiste einen EXE-Angriff durchführen konnte, wurde ein wenig erweitert. EXE-Finisher fügen am Ende jeder Standardangriffskombo einen weiteren Angriff hinzu.

Weltkarte in Sisters Generation.
Stella’s Dungeon

Neu in Sisters Generation ist Stella’s Dungeon. In jeder Stadt kann ich Stella in einen Dungeon losschicken, den sie in Echtzeit erkundet. Zurück kommt sie bei Erfolg mit ein paar Items für mich und ein paar Ausrüstungsgegenständen für sich.

Stella betritt verschiedene Dungeons und erkundet sie so weit, wie ich es vorgebe. Dabei bestreitet sie auch Kämpfe, weshalb eine bessere Ausrüstung ihre Chancen erhöht, erfolgreich zurückzukehren. Sollte sie scheitern, verliert sie alles, was sie gerade ausgerüstet hat.

Das passiert eher nebenbei und ist eher Bonus als wirklich wichtig, aber es ist auch ein netter Rhythmus, nach einer Pause oder einem eigenen Dungeonbesuch Stella zu begrüßen und erneut loszuschicken. Nachdem ich anfangs ein wenig zu viel riskiert und verloren habe, habe ich auch allmählich herausgefunden, wie viel ich wagen kann, damit Stella möglichst tief in einen Dungeon eindringt, dabei aber immer noch erfolgreich ist.

Red: "I've been eyeing them all as potential wifeys, so any more funny moves and you'll face the wrath of Red!"
Fazit

Hyperdimension Neptunia Re;Birth2 Sisters Generation ist eine amüsante Parodie auf die Videospielindustrie, bietet als Fortsetzung jedoch nicht allzu viele Gameplayanpassungen. Die Dialoge des RPGs sind etwas weniger überdreht, es mangelt ihnen dabei aber nicht an Referenzen. Insbesondere die Dungeons, die sich nun über ein Spiel hinweg noch mehr wiederholen, fallen hier störend auf. Das kann der sehr passive Stella’s Dungeon nicht ausgleichen. Auch als unabhängig gespielter Titel oder mit einigem Abstand zu Re;Birth1+ gleicht auch hier der Humor die Schwächen im Gameplay und den Dungeons nicht gänzlich aus.

Herzlichen Dank an Idea Factory International für die Bereitstellung des Testmusters. Shares gesammelt auf PlayStation 5 Pro in PlayStation-4-Spiel.