DATE A LIVE: Ren Dystopia (Review)

Die „DATE A LIVE“ Franchise hat schon mehrere Versoftungen als Visual Novels erhalten. Als Teil von DATE A LIVE: Rio Reincarnation gab es schon Rinne Utopia. Und kann man Utopia sagen, ohne Dystopia zu erwähnen? Nun gut, das kann man bestimmt, und so wirklich dystopisch wird DATE A LIVE: Ren Dystopia auch nicht. Ich habe mich aber erneut gern dem humorvollen Treiben von Shido Itsuka und den Spirits gewidmet.

Drei Wünsche sind frei

Shido Itsuka und die Spirits haben sich mal wieder etwas Frieden erkämpft. Seit Rio Reincarnation haben sich zwei weitere Spirits dazu gesellt. Natsumi kann ihre Gestalt wandeln und hat ein geringes Selbstwertgefühl, sie neigt zu Negativität. Origami Tobiichi ist zwar an sich kein Neuzugang, aber mittlerweile auch ein Spirit geworden. Auch ihre Kräfte hat Shido versiegelt.

Ren übertreibt etwas theatralisch.

Eines friedlichen Morgens also findet Shido auf seinem Bett eine kleine Box. Da er sie nicht kennt, muss er herumfragen um den Besitzer zu finden. Je nach Auswahl des Spielers zu Beginn der Geschichte öffnet dann jeweils eine andere Person die Box, die jedoch leer erscheint.

Doch in den Träumen dieser Person taucht dann die mysteriöse Ren auf, deren Outfit auch in einen Zirkus oder eine ähnliche Show passen würde. Als Dank, dass sie befreit wurde, möchte sie drei Wünsche gewähren. Kein Wunsch sei zu groß. Manche gehen bereitwillig darauf ein, andere sind vorsichtiger. Aber Ren lässt es sich in keinem Fall nehmen, etwas als Wunsch anzuerkennen und zu erfüllen.

Nachvollziehbar?

Allerdings kommt das ganze mit einem Haken. Denn die Auslegung der Wünsche entspricht eher nicht dem Ziel der Wünschenden. Das führt zu manchen seltsamen Situationen und vor allem Humor.

Welche Route darf es sein? Alle!

Auf den einzelnen Charakterrouten gilt es dann noch mehrfach, für den Protagonisten Shido zwischen zwei Optionen zu wählen. Dadurch bestimmt sich dann, ob man das jeweilige gute Ende erreicht. Die meisten Routen sind dabei von Anfang an verfügbar, aber es gibt auch eine Route, für die man erst die anderen abgeschlossen haben muss. Das wird zwar nicht deutlich kommuniziert (ein japanischer Ausspruch im Titelmenü sagt dann zum Beispiel nur, es sei noch nicht zu Ende), ist aber ansonsten recht naheliegend. Eine Route erhält dann eine zusätzliche Auswahl, um abzubiegen.

Ein bisschen Service darf es wohl sein.

Die Schnelldurchlauffunktion und die geringe Zahl der Auswahlpunkte sorgt dafür, dass man bei Misserfolg die guten Enden ohne nennenswerte Probleme schnell erreichen kann.

Das Grundgerüst ist dann bei fast allen Routen das gleiche, die verschiedenen Situationen bieten aber genug Abwechslung. Nach dem gemeinsamen Teil dauerten die einzelnen Routen dann bei mir meist etwa zwischen 1,25 und 1,5 Stunden. Das kann sich für den ein oder anderen dann anbieten, abends mal eben eine Route zu absolvieren.

Fazit

DATE A LIVE: Ren Dystopia bietet kurzweilige Unterhaltung und trotz des Namens keine wirkliche negative Grundstimmung. Die vielen Charaktere sind eigen und sorgen für Humor. Die vielen einzelnen Routen und deren Länge sorgen dafür, dass es sich auch gut für kürzere Sessions eignet.

2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19…

Mehrere Routen hintereinander könnten durch das gleiche Grundgerüst etwas repetitiv wirken, die Szenen daneben sind aber abwechslungsreich und unterhaltsam. Humor mit Situationen und Charaktereigenheiten kommt nicht zu kurz.

Die japanische Sprachausgabe und der Stil gefallen, die Musik passt für mich ebenfalls. Insgesamt empfinde ich DATE A LIVE: Ren Dystopia als empfehlenswert.

Vielen Dank an Idea Factory International für die Bereitstellung des Testmusters. Getestet auf PC (Steam Deck).