Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition (Review)

Vor einigen Wochen ist die Franchise mit dem Action-RPG Granblue Fantasy: Relink – Endless Ragnarok auch auf Nintendo Switch 2 eingetroffen. Nun ist das Kampfspiel der Franchise in der Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition nachgezogen, passend zu dessen Version 2.6. Neben Änderungen und Neuerungen hat sich dort auch der Charakter Id aus Relink eingefunden. Insgesamt stehen vierzig Charaktere zur Verfügung.

Verschiedene Steuerungsmethoden versprechen einen einfachen Einstieg. Ich habe mich durch diverse Modi gekämpft. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Die Grundlagen

Auch wenn sich zum Kampfsystem viel schreiben lässt möchte ich zuerst anmerken, dass man sich beim Spielen gut reinfinden sollte. Für den Einstieg sind die Systeme und Steuerung zugänglich.

Nicht so ganz getroffen.

In Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition kann man selbstverständlich laufen und rennen, auch Backsteps sind dabei. Ebenso kann man springen. In der Offensive hat man mit den Knöpfen AXY die Wahl zwischen leichten, mittleren und schweren Angriffen. Zusätzlich liegen auf dem vierten Face Button, B, noch charakterspezifische Aktionen, die nicht zwangsläufig ein Angriff sind. Eine Richtungsangabe kann tiefe Angriffe oder einen Angriff gegen Gegner in der Luft auslösen. Bei normalen Angriffen ist das charakterübergreifend und erleichtert somit den Wechsel.

Durch schnelle Eingabe von A, X und Y kann man eine Triple Attack auslösen. Beim letzten Angriff davon kann man auch einen hohen Angriff gegen geducktes Blocken oder einen tiefen Angriff gegen stehendes Blocken ausführen. Das Blocken selbst geschieht wahlweise nur mit Richtungseingaben oder mit einer Schultertaste. Zweiteres erleichtert das richtige Blocken, wenn der Gegner die Seite wechselt.

Außerdem steht ein kurzer Ausweichmove zur Verfügung, der bei schlechter Anwendung aber bestraft werden kann. Mit Cross Over kann man zudem etwas nach vorne schnellen und dabei auch diversen Angriffen entgehen. Tiefe Angriffe treffen dabei aber trotzdem. Aber bei vielen Projektilen kann Cross Over helfen. Zudem kann man damit auch hinter den Gegner gelangen.

Ein Schaf als „Projektil“.

Aber natürlich dürfen auch Spezialangriffe nicht fehlen, für die gerne Kombinationen von Richtungseingaben genutzt werden. Hier zählen diese als Skill und sind ebenfalls in verschiedenen Stärken verfügbar. Je nach Stärke können sich Eigenschaften ändern. So hat man auch mal den Vorteil, wenn der Angriff geblockt wird. Oder eine kurze Unverwundbarkeit. Eine starke Version eines Skills führt zu einem längeren Cooldown bis zur erneuten Verfügbarkeit.

Wer möchte, kann die nötigen Richtungseingaben wie unten -> rechts als technische Eingaben nutzen. Alternativ gibt es eine einfachere Verwendung mit nur einer Richtung und einer Schultertaste als Skill-Knopf. Die Stärke ist dann standardmäßig auf leichtem Angriff, kann durch die anderen Knöpfe aber angepasst werden. In aller Regel sind die Richtungseingaben übrigens wirklich nicht komplex, und werden sogar mit etwas mehr Schaden belohnt. Trotzdem kann die Alternative hilfreich sein, gerade wenn man in hektischeren Situationen noch nicht sicher genug verschiedene Richtungen hintereinander treffen sollte.

Neben normalen Angriffen und Skills gibt es in Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition auch Würfe, die zum Beispiel nicht geblockt werden können. Allerdings ist die Reichweite zum Greifen sehr kurz, und per Knopfdruck kann der Gegner auch Würfe stoppen. Sie eignen sich aber je nach Situation, um gegnerische Fehler zu bestrafen.

Schön getroffen?
C-C-Combo?

Normale Angriffe und Skills lassen sich natürlich aneinanderreihen. Da Gegner aber auch mal weg oder in die Höhe geschleudert werden, trifft nicht einfach alles. Manchmal hilft eine (unsichtbare) Wand der Stage dabei. Für Angriffe gegen Gegner in der Luft gibt es ein Combo Limit. Zusätzlich fügen weitere Angriffe auch bis zu einer Untergrenze immer weniger Schaden zu. Schließlich soll nicht der, der zuerst eine Combo landet, zu sehr im Vorteil sein.

Wenn man die verschiedenen Angriffe kennt, kann man unter Umständen zudem Lücken ausnutzen. Der ein oder andere mag jetzt natürlich anmerken, dass es sich dann eigentlich nicht um eine Combo, sondern eher um Strings handelt. Leider hatte ich mir nicht dieses tiefere Verständnis angeeignet. Im Idealfall sollte man es gar nicht darauf ankommen lassen. Schon von Beginn an blocken, ausweichen oder den Gegner vorher treffen und unterbrechen sind vorteilhafter.

Leiste für Superangriffe und mehr

Leisten und Superangriffe sind auch gerne gesehen. Hier füllt sich im Kampf die SBA-Leiste durch diverse Aktionen. Ist sie auf 100%, kann man eine Skybound Art einsetzen, in der Regel ein starker Angriff. Vereinzelte Charaktere haben aber auch verstärkte Modi als Skybound Art. Sind zudem die eigenen Lebenspunkte unter 30%, kann man eine Super Skybound Art einsetzen. Diese sind oft noch stärker, wenn man sie aus der Nähe einsetzt. Dann gibt es auch extra eindrucksvollere Animationen. Allerdings sind Skybound Arts kein kostenloser Schaden. Blocken und Ausweichen sind ebenso möglich, wie eine Nutzung in falscher Position.

Erfolgreiche Skybound Arts können einen eigenen Bravery Point wiederherstellen. Nahe Treffer senken zudem die Bravery Points des Gegners. Man startet Runden mit drei Bravery Points, im Folgenden BP genant. Mit weniger BP erleidet man mehr Schaden. Ein erfolgreicher Einsatz kann also mehr Nutzen bringen als nur den Schaden des Angriffs selbst.

Nach einer Runde können die Positionen etwas seltsam aussehen.

Skybound Arts sind nicht die einzige Verwendungsmöglichkeit der SBA-Leiste. Neben den drei normalen Stärken von Skills kann man sie als Ultimative Skills einsetzen, die aber 50% der Leiste kosten. Das funktioniert auch, wenn der Skill gerade im Cooldown ist. Allerdings mit niedrigerem Schaden. Zudem steigt nach Ultimativen Skills die Leiste eine Zeit lang langsamer an.

Die BP derweil lassen sich auch für Offensive nutzen, per Raging Strike kann man einen Guard Crush verursachen und Folgeangriffe ermöglichen. Zudem verliert der Gegner dann einen BP. Wenn man dann 25% der SBA-Leiste entbehren kann, kann man eine Raging Chain dafür nutzen.

Defensiv kann man einen BP opfern, um per Brave Counter während des Blockens oder eines Guard Crushs den gegnerischen Angriff zu unterbrechen und sich etwas Luft zu verschaffen. Freilich erleidet man nach dem Opfern von BP mehr Schaden, wenn man wieder getroffen wird.

Mit Update 2.6 zeitgleich zur Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition kam zudem noch die Chain Attack dazu. Nach einem erfolgreichen hohen oder niedrigem Abschlusstreffer einer Triple Attack kann man 25% der SBA-Leiste und einen BP nutzen, um die Angriffe per Chain Attack fortzuführen. Da ich persönlich nicht so oft entsprechende Treffer gelandet habe, habe ich dieses System aber nicht wirklich genutzt.

Sowohl bei SBA-Leiste als auch BP hat man also verschiedene Möglichkeiten zum Einsatz. Ein unbedachter Einsatz kann dabei mit zusätzlichem Nachteil enden.

Mit Superangriff gewonnen.
Alternative Steuerung für Einsteiger?

Schon vor der Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition wurden zusätzliche Steuerungsmethoden eingeführt, um auch Einsteigern das Spielen zu erleichtern. Zum einen gibt es die Smart-Steuerung. Wenn man damit einen erfolgreichen Treffer landet, kann man per simplen mashen von Angriffsknöpfen dem Spiel überlassen, welche Angriffe folgen sollen. Das soll dem Spieler nicht nur Angriffsfolgen erleichtern, sondern auch Möglichkeiten aufzeigen. Eine gewisse Freiheit, selbst über Angriffe zu bestimmen, bleibt erhalten. Im Idealfall lernt man so genug, um die Smart-Steuerung nicht mehr zu verwenden. Schließlich kommt sie mit Nachteilen wie weniger Gesundheit und Schaden daher. Sobald man also selbst zuverlässig Angriffe aneinander reihen kann, lohnt sich die manuelle Steuerung schnell. Außerdem lässt sie sich nicht im Story-Modus verwenden.

Wer weniger selbst machen möchte, kann die „Super Ultimate“- Steuerung nutzen. Drückt man nichts, blockt der Charakter. Hält man einen Angriffsknopf, versucht er selbst Angriffe zu landen und bewegt sich dafür auch. Diese Steuerung lässt sich nicht online verwenden.

Ich persönlich finde den Skill-Button eigentlich schon für genug Unterstützung, und auch technische Eingaben sind in aller Regel unkompliziert. Deshalb habe ich Super Ultimate nur mal aus Jux ausprobiert.

Nicht so kompliziert.

Training

Für die Grundlagen kann sich auch ein Blick in den Trainingsmodus lohnen. Hier kann man das Verhalten des CPU-Gegners ändern und sogar per Aufnahmefunktion selbst Angriffe als Gegner ausführen und speichern. Dann kann man diese abspielen lassen und verschiedene Aktionen dagegen ausprobieren.

Zum Einstieg sollte man aber die diversen Trials ausprobieren. Neben allgemeinen Grundlagen gibt es auch einzelne Übungen für Charaktere. Auch ein Punish-Training ist dabei, wobei zum einen je nach Gegner-Charakter sehr wenig vorhanden ist, zum anderen fehlt es bisweilen an hilfreichen Tips und man muss doch selbst experimentieren.

Erst übersehen habe ich übrigens, dass man Beispielcombos einzelner Charaktere nicht nur in einer Übersicht anschauen kann, sondern auch dafür Übungen aktivieren kann. Das kann helfen, diese besser zu verinnerlichen.

Wer etwas tiefer eintauchen möchte, kann sich beim freien Üben auch Frame-Daten anzeigen lassen und so zum Beispiel sehen, nach wieviel Frames ein Angriff aktiv ist. Oder wieviel Frames Vor- oder Nachteil je nach Situation entstehen.

Könnt ihr 5 Frames Vorteil nutzen?

Der Trainingsmodus kann auch während Wartezeiten des Matchmakings für Online-Kämpfe genutzt werden. Ich habe dafür die Benachrichtigung bei gefundenem Match umgestellt, so dass nicht sofort dass Fenster auftaucht. Sondern erst mit Drücken der + -Taste, die man im Kampf nicht braucht. Sonst besteht die Gefahr, dass man unbeabsichtigt die falsche Option wählt, weil man noch für den Kampf Richtungen und Knöpfe drückt.

Story-Modus

Der umfangreichste Einzelspielerinhalt von Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition ist der Storymodus. In diesem nimmt die Erzählung einen großen Raum ein. Eigentliche Verbündete sind plötzlich feindlich, seltsame Kristallmonster werden gesichtet. Was steckt dahinter?

Vereinzelt gibt es Szenen mit etwas mehr Inszenierung, meist sieht man lediglich Charaktere und Textboxen. Ein bisschen Tutorialcharakter findet sich in den ersten Kämpfen.

Im Verlauf der Geschichte schaltet man neben Gran diverse weitere Charaktere frei. Diese haben optionale Abschnitte zum Kennenlernen ihrer Skills. In vielen Kämpfen der Hauptgeschichte kann man den eigenen Charakter und einen computergesteuerten Partnercharakter wählen.

Neben normalen Kämpfen gegen andere Charaktere gibt es im Storymodus aber auch Kämpfe gegen schwächere Monster oder gegen Bosse. Dabei kann es vorkommen, dass in beiden Richtungen Gegner sind und die richtungsabhängige Steuerung nicht immer das gewünschte Ergebnis bringt.

Und die Soldaten da sollten auch nicht da sein.

Kämpfe gegen Bosse können auch extra Warnsymbole für Angriffe haben, außerdem führen manche besonderen Angriffe direkt zum Scheitern. Teils kann man durch die eigene Position dem Treffer entgehen, mal muss man genug Schaden zufügen. Teilweise tritt man in Bosskämpfen auch gegen verstärkte Versionen eigentlich spielbarer Charaktere ein, die neue Angriffe und Mechaniken haben können. Bosskämpfe haben zudem drei optionale Aufgaben auf der normalen Schwierigkeit und drei auf Schwer. In der Regel sind diese aber nicht allzu schwierig.

Helfen können passive und aktive Supportskills, die man für den Storymodus freischaltet. Aktive Supportskills setzt man in Kombination mit dem Block-Knopf ein und sie haben einen Cooldown. Ich habe hauptsächlich Heileffekte genutzt oder das Auffüllen der SBA-Leiste.

Ich fand den Storymodus unterhaltsam und die besonderen Kämpfe sind eine nette Abwechslung. Nur einzelne Bossmechaniken wie lange Phasen ohne Möglichkeit, selbst Schaden zuzufügen, können etwas stören. Der Schwierigkeitsgrad auf Normal ist meiner Meinung nach eher niedrig, was willkommen ist. Schließlich ist es der Story-Modus. Wenn man trotzdem Probleme hat, kann man es bei Niederlagen optional mit mehr HP und Angriff erneut versuchen.

Andere Offline-Modi

Wer gerade nicht online spielen möchte, hat neben der Story aber auch andere Möglichkeiten. Ein Arcade-Modus ist natürlich vorhanden. Dabei wählt man den eigenen Charakter, den ersten Gegner und eine von sechs Schwierigkeitsstufen. Nach dem Sieg erhält man bis zu drei Wahlmöglichkeiten. Man kann die Schwierigkeit verringern, beibehalten oder erhöhen, sofern man noch nicht am Extrem angekommen ist.

Im siebten Kampf hat man keine Gegnerauswahl.

Je nachdem, ob man bestimmte Bedingungen erfüllt oder nicht, bestreitet man sieben bis neun Kämpfe. Der achte und neunte Kampf gegen sonst nicht auftretende Gegner sind dabei nach Möglichkeit um bis zu zwei Schwierigkeitsstufen höher. Ehrlich gesagt finde ich das keine ideale Entscheidung, wenn man vorher sechs Stufen anbietet. Ich möchte nämlich eigentlich nicht extra niedrigere Schwierigkeit für vorige Gegner wählen, um es dort nicht so schwer zu haben.

Wenn man verliert, kann man den Kampf neu beginnen, aber erhält dann die Punkte voriger Kämpfe nicht. Diese sind abhängig von Schwierigkeit, verbleibender Gesundheit und Zeit. Zudem geben Siege per (Super) Skybound Art extra Punkte. Meiner Auffassung nach dienen die Punkte aber wohl nur als charakterabhängiger Highscore.

Mit jedem Charakter kann man im Arcade-Modus zwei Illustrationen freischalten, eine für das normale und eine für das wahre Ende. Eine Geschichte wird aber nicht erzählt. Wie bei diversen anderen Modi gibt es nur je nach Charakterkombination unterschiedliche Texte vor und nach dem Kampf, die man auch überspringen kann.

Einen Versus-Modus gegen einen menschlichen Spieler oder computergesteuerte Spieler gibt es ebenfalls. Die Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition bietet hier dank Update 2.6 die „Super Ultimate +“-Steuerung an, die noch mehr an einzelne Charaktere angepasst sein soll, aber nicht für alle verfügbar ist. Außerdem kann man eine exklusive Variante vereinfachter Steuerung mit der Switch 2 nutzen, bei der man statt Knöpfe zu drücken den Controller bewegt. Dabei solltet ihr bitte nicht den eventuellen Mitspieler treffen.

Bosse im Storymodus sind nicht immer spielbare Charakter.
Überleben im Zufall

Nicht so motivierend wie möglich fand ich persönlich den Survival-Modus. Hier sollen wir 100 Kämpfe am Stück gewinnen. Jeder Sieg füllt je nach Geschwindigkeit wieder Gesundheit auf und gibt uns auch 20 Sekunden Zeitlimit dazu. Wir sollten also im Schnitt mit weniger verbrauchter Zeit gewinnen. Allerdings werden Gegner nach und nach hartnäckiger und stärker.

Vor allem treten wir aber in jedem fünften Kampf gegen besondere Gegnervarianten an. Nicht nur sind sie golden gekleidet und haben besondere Waffenskins. Sie haben zudem diverse Verbesserungen. So sind manche zum Beispiel permanent in ihren verstärkten Modi. Außerdem kämpfen sie meinem Empfinden nach auch besser als die meisten normalen Gegner in ähnlichem Bereich des Modus.

Nach jedem besíegten besonderen Gegner erhalten wir als Hilfe einen zufälligen Buff. Allerdings sind diese nicht alle gleich hilfreich, und es gibt verschiedene Level. Wenn wir Glück haben, erhalten wir beispielsweise permanente Regeneration unserer Gesundheit oder automatischen Anstieg der SBA-Leiste. Wir können aber auch Pech haben und schlicht nur einmal geheilt werden, obwohl wir es nicht dringend nötig haben.

Durch den Zufallsfaktor, mangelnde Schwierigkeitsauswahl und die lange Dauer des Modus werde ich nicht dazu angeregt, es so oft zu versuchen, bis ich alle hundert Kämpfe schaffe. Immerhin habe ich ein paar Katzenbild-Badges für das Profil freischalten können.

Shiny.

Online

Für das Onlinespiel finden sich bekannte Möglichkeiten. Man kann einer Lobby beitreten oder einen Raum eröffnen. Oder man nutzt für Casual und Ranked Matches das Matchmaking, in der Wartezeit kann man den Trainingsmodus nutzen. Rollback-Netcode wird verwendet. Wenn jemand wirklich schlechte Verbindung haben sollte, kann der natürlich auch nichts mehr retten.

Als ich den Onlinemodus ausprobiert habe, kam es nicht allzu schnell zu kämpfen, viel los war vermutlich nicht. So kam es auch vor, dass das nächte Match wieder gegen den gleichen Spieler stattfand, bei dem keine „Rematch“-Wahl bestand. Denn wenn in Casual Matches ein Spieler zwei Siege erstritten hat, wird man getrennt.

Ich finde Kämpfe online am spaßigsten, wenn ungefähr gleiche Chancen bestehen. Das lässt sich freilich nicht einfach erzwingen, zumal allerlei Faktoren reinspielen. Und wenn dann nach zwei Siegen Zwangspause ist, ist es schade.

Nur einmal ausprobiert habe ich Grand Bruise! Das ist kein weiterer Kampfmodus, sondern ein Modus in dem man Chibi-Avatare steuert. Hindernisparkours mit Items und einen simplen Kampf gegen Schleimmonster habe ich gesehen. Zum einen fand ich das ganze nicht unterhaltsam für mich, zum anderen musste ich zu lange auf eine Runde warten. Und diese hatte dann nur zwei weitere Mitspieler. Drei Spieler sind auch die aktuelle Mindestanzahl. Bots gibt es nicht.

Das gibt es nur in Survival.

Freischaltbares

An sich gibt es viel Freischaltbares, aber in aller Regel kosmetischer Natur. Es gibt neben alternativen Farben und Waffenskins auch viele Illustrationen und Anpassungsmöglichkeiten für das eigene Spielerprofil. Manches wird durch verschiedene Spielmodi freigespielt, manches durch Charakterlevel. Das Level eines Charakters kann man in den meisten Modi nach und nach erhöhen, aber mit allen das Maximum zu erreichen dürfte echt lange dauern. Aber wirklich Substanzielles entgeht dem Spieler nicht, wenn er es lässt.

Durch manche Level von Charakteren und einfache tägliche (oder auch mehrtägige) Aufgaben kann man zudem Rupies erspielen. Mit diesen könnte man theoretisch auch eines der wenigen Kostüme oder Charaktere kaufen. Letztere sind in dieser Version aber schon enthalten. Natürlich erhält man nur wenige Rupies im Vergleich zu deren Preisen. Hauptsächlich soll man sie wohl eher für günstigeres verwenden.

Allerdings gab es einige tausend Rupies als „Geschenk“ abzuholen, wobei der Anlass nicht dabei stand. Womöglich wegen des Updates des Spiels auf Version 2.6.

Fazit

Ich habe schon einige Stunden in Granblue Fantasy Versus: Rising Legendary Edition verbracht. Das Kampfsystem ist zugänglich, hat aber gerade gegen menschliche Spieler auch eine gewisse Tiefe. Gegen computergesteuerte Gegner kann man bisweilen gewisse Schwächen ausnutzen, was etwas schade ist. Der Storymodus war unterhaltsam und ich habe einige Male den Arcademodus gespielt. Mit vierzig Kämpfern in der Legendary Edition hat man auch einiges an Auswahl.

Die zusätzlichen Zugänglichkeitsfunktionen in Form von Smart- oder „Super Ultimate“-Controls brauche ich persönlich nicht, dem ein oder anderen mag es aber entgegenkommen.

Wer einen bunten, zugänglichen Fighter sucht oder die Welt von Granblue Fantasy mag, kann hier auf seine Kosten kommen.

Vielen Dank an Cygames für die Bereitstellung des Testmusters. Getestet auf Nintendo Switch 2.