Kürzlich konnte ich auf der Gamescom einen ersten Blick auf den Einzelspielermodus von Crazy Taxi World Tour werfen, der mir über eine Stunde Spielzeit eine Menge Spaß gemacht hat. Am vergangenen Wochenende stand nun der Netzwerk-Test zum Spiel an und hat damit einen ersten Einblick in den Mehrspielermodus des vierten Crazy Taxi-Teils geboten.
Zur Auswahl standen im Netzwerk-Test zwei verschiedene Modi, die in zwei verschiedenen Karten – Deutschland und einer an San Francisco angelehnten Stadt – gespielt werden konnte. Einerseits gibt es ein Taxi-Wettrennen, andererseits ein Taxifahrer-gegen-Polizisten-Modus. Das Taxi-Wettrennen ist für Serienfans vermutlich die natürlichste Wahl eines Crazy Taxi-Mehrspielermodus. Hier treten sechs Taxifahrer gegeneinander an und müssen versuchen, eine vorgegebene Sequenz von Fahrgästen als erster an ihre Ziele zu bringen.

Im Gegensatz zur klassischen Arcade-Erfahrung wählt man hier seine Kunden nicht frei, sondern der jeweils nächste Fahrgast wird über den Richtungspfeil strikt vorgegeben, um eine einfache Vergleichbarkeit zu gewährleisten und dem Wettstreit einen stärkeren Renn-Charakter zu verleihen. Nichtsdestotrotz muss man aber natürlich wie gewohnt in den eng begrenzten Gebieten halten, um Fahrgäste aufzunehmen und erfolgreich abzuliefern und natürlich ist die Streckenführung gezielt so designt, dass man immer wieder die eigentliche Fahrbahnlinie verlässt, um waghalsige Abkürzungen auf dem direkten Weg zum Ziel zu nehmen. Nur so bekommen die Fahrgäste schließlich eine authentische Crazy Taxi-Erfahrung. Der Taxi-Wettrennenmodus hat gut unterhalten, auch wenn hier natürlich eine starke Überschneidung mit den Nebenaufgaben des Story-Modus besteht.
Der zweite Modus stellt nun einen Team-Wettstreit zwischen vier Taxi-Fahrern und vier Polizisten dar. Die Taxifahrer müssen im Stadtgebiet wie gewohnt ihrer Tätigkeit nachgehen und Fahrgäste ihrer Wahl ans Ziel bringen. Allerdings geschieht das ganze unter verschärften Bedingungen, denn die Polizei – verkörpert durch das gegnerische Team – versucht, die Taxifahrer für ihre rücksichtslose Fahrweise zur Rechenschaft zu ziehen. Und welche Methode ist da wohl besser geeignet, als die Taxifahrer kräftig zu rammen und in Unfälle zu verwickeln.

Grundsätzlich ist die Idee hinter dem Spielmodus unterhaltsam, allerdings habe ich den Eindruck gehabt, dass die beiden Fraktionen, Polizei und Taxifahrer, nicht gut ausbalanciert wurden. Die Polizisten jagen beweglichen Zielen hinterher, die anhand einer Art Röntgenblick gefunden und gerammt werden müssen. Das erschwert einerseits das Erreichen seines Ziels, weil man die möglicherweise erratischen Bewegungen des Gegenübers berücksichtigen muss, andererseits ist es teilweise schwer abzuschätzen, welcher Taxifahrer tatsächlich am besten zu erreichen ist. Insofern ist es in diesem Modus bedeutend einfacher, als Taxifahrer unterwegs zu sein und in meiner Zeit mit dem Netzwerktest wurde jedes Match zu Gunsten der Taxifahrer entschieden.
Der Netzwerktest von Crazy Taxi World Tour konnte vor allem mit der spaßigen Spielphysik und dem guten Streckendesign des Hauptmodus glänzen, aber auch im Mehrspielermodus verspricht Crazy Taxi World Tour, ein sehr unterhaltsames Spiel zu werden. Hoffentlich kann das endgültige Spiel im kommenden Jahr den starken Ersteindruck bestätigen.