Das unzweifelhaft beste Feature aus Super Mario 64 ist jetzt endlich auch hierzulande als Smartphone- und Konsolenapp erhältlich: Hallo, Mario!
Bei Hallo, Mario! handelt es sich um eine Spielapp für Eltern mit jungen Kindern, die Teil der My Mario-Reihe ist. So ganz entspreche ich der Zielgruppe zwar nicht, aber ich musste die App trotzdem sofort auf meiner Nintendo Switch 2 ausprobieren.
Ziehen, drehen, schleudern
Hallo, Mario! besteht in erster Linie aus Marios Kopf, mit dem ich per Touchsteuerung interagieren kann. Ähnlich wie in Super Mario 64, kann ich am Gesicht herumziehen, und wenn ich es loslasse, nimmt es gummibandartig wieder die normale Form an. Ziehe ich fester daran, wird Mario sogar über den Bildschirm geschleudert und prallt mehrfach von den Rändern ab. Dabei tauchen Luftblasen auf, in denen sich manchmal auch ein Bob-Omb befindet, und die ich mit dem Kopf zerplatzen lassen kann. Dafür lässt sich Mario noch ein wenig länger durch die Gegend schubsen.
Die Interaktion mit dem Gesicht ist sehr kleinteilig. Ohren und Nase können langgezogen werden und setzen Mario mit ausreichend Zug in Bewegung. Am Bart gezogen, ändert dieser vielleicht sogar kurzzeitig seine Form. Ziehe ich die äußeren Enden von Marios Augenbrauen nach oben oder unten, wird sein Ausdruck wütend, energisch oder traurig. Zudem ist seine Mütze abnehmbar. Zu Beginn trug er bei mir eine Sonnenbrille, bis ich sie ihm abgenommen und fallen gelassen habe.
Bewege ich den Finger einfach so über den Bildschirm, folgt Mario der Bewegung mit dem Blick und kleine Glitzereffekte tauchen auf. Auch auf wiederholtes Tippen auf den Bildschirm reagiert er. Bei Kreisbewegungen wirbelt Mario herum und ihm wird schwindelig.
Vielleicht bin ich nicht ganz die Zielgruppe (ich bin schon groß genug, um auch mal unbeaufsichtigt zu spielen), aber das ändert nichts daran, dass ich einfach Freude daran hatte, verschiedene Dinge auszuprobieren und nach und nach festzustellen, wie viel eigentlich möglich ist.

Röhren und Gegner
Erweitert werden die Funktionen in Hallo, Mario! durch ein Menü mit neun verschiedenen Symbolen. Wie in klassischen Super-Mario-Spielen wird Mario mit einem Pilz groß und durch den Angriff eines Cheep-Cheeps kleiner. Der Blooper funktioniert mehr wie in Mario Kart und verteilt Tinte auf dem Bildschirm. Der Stern geht mit passenden Farbeffekten auf Mario und Musik einher. Mit dem Fragezeichenblock sammelt Mario Münzen, über die er sich sehr freut, und wird manchmal mit einem zusätzlichen Stern belohnt. Sogar ein Kuckuck-Spiel ist integriert, wenn ich auf Marios Symbol tippe.
Die grüne Röhre führt üblicherweise zu einem Minispiel, bei dem zwei Gegner und Mario sich in jeweils einer Röhre verstecken und kurz herausschauen. Tippe ich auf eine Gegnerröhre, schaut dieser komplett hervor und sein Name erscheint auf dem Bildschirm. Manchmal kann Mario auch aus einer einzelnen Röhre geschossen werden.
Der Notenblock lässt Mario eine Melodie singen, was ich sehr putzig finde. Die Auswahl ist zwar nicht besonders groß, aber ich habe den Notenblock trotzdem mehrfach hintereinander benutzt.
Toad mit Kamera schießt ein Foto, das mit einem kurzen Countdown angekündigt wird. Gegenstände kann ich währenddessen nicht benutzen, aber weiterhin mit Marios Gesicht interagieren und ihn beispielsweise Grimassen ziehen lassen, die Toad anschließend ablichtet.
Am liebsten mag ich dabei die Röhre und den Cheep-Cheep. Letzteren auch im Verbindung mit dem Pilz.

Gute Nacht, Mario!
Damit die Kinder nicht zu viel Zeit am Bildschirm verbringen, wird Mario nach ein paar Minuten müde. Während meiner zweiten Runde habe ich eine Stoppuhr laufen lassen, die ich bei 9 Minuten angehalten habe. Ob das jetzt eine gute Zeit ist, muss ich zum Glück nicht beurteilen, aber falls jemand diese Zeit als zu kurz empfindet, lässt sich Marios Müdigkeit auch ausschalten. Ich möchte ihn aber auch nicht pausenlos überstrapazieren und ständig an ihm herumziehen.
Na gut, vermutlich werde ich die App auch nicht allzu oft starten, außer um hin und wieder für ein paar Minuten herumzuspielen. Vermutlich habe ich das meiste auch bereits gesehen.
Außerdem habe ich gehört, es gäbe auch ein Hallo, Yoshi!, also kann ich hoffentlich als nächstes darauf warten.

Am Bart gezogen auf Nintendo Switch 2.