Ich sehe Katzen überall. Auf der Straße, in Gärten, im Internet. In A Tower Full of Cats. Na gut, in diesem Wimmelbildspiel von Devcats geht es auch darum, Katzen zu finden. Viele Katzen. Sehr viele Katzen. Und ein paar Schrauben, Muttern und anderen Kleinkram. Aber vor allem Katzen.
Und was für niedliche Katzen! Urzeitkatzen, altägyptische Katzen, römische Katzen mit Lorbeerkränzen … In diesem Turm erklimme ich die Geschichte der Menschheit und finde eine Katze nach der anderen. Nach knapp vier Stunden habe ich die allerletzte Katze gefunden.
Ein Turm voller Katzen
Der titelgebende Tower Full of Cats ist ein Turm, den ich Abschnitt für Abschnitt freischalte. Auf jeder Etage sind etliche Katzen (insgesamt über 1400!) zu finden, deren verbleibende Anzahl ich jederzeit auf dem Bildschirm sehe. Aufgeteilt nach offen sichtbaren Katzen und Katzen, die sich beispielsweise hinter getarnten Türen oder in Vasen verstecken. Interagiere ich mit einem Objekt, hinter oder in dem sich eine Katze versteckt, wird die Katze sichtbar und ein auffälliger Ton erklingt, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich eine weitere Katze auswählen kann. Gefundene Katzen ändern ihre Farbe, wodurch ich nachvollziehen kann, welche Katze ich bereits entdeckt habe. Dabei sind die Katzen nicht nur physisch vorhandene Katzen, sondern auch mal in Höhlenmalereien oder andere Bilder. Außerdem gibt es einige Referenzen auf andere Videospiele oder weitere Popkultur.
Der Turm selbst ist je nach Etage in unterschiedlichen Farben gehalten, wobei eine Etage zumeist nur Outlines und eine einzige Farbe nutzt. Die Katzen selbst haben zu Beginn dieselbe Farbe und sind mal sehr offensichtlich, mal gut versteckt. Einige sitzen herum, viele sind in Interaktionen mit der Umwelt festgehalten, wenn sie etwa ihre niedlichen Zähnchen in etwas versenken oder Statuen als Kratzbaum missbrauchen.
Im Turm tummeln sich so viele Katzen, dass ich oft mehrere direkt hintereinander auswählen kann. Die Zeigergeschwindigkeit kann ich dabei nach meinen Bedürfnissen anpassen. Deshalb habe ich den Zeiger etwas schneller eingestellt, um weitere Strecken auf dem Bildschirm schneller zu überbrücken, ohne zu viel von der Präzision bei der Katzenauswahl einzubüßen.

Zusätzliche Räume
In allen Etagen finden sich auch abgetrennte Räume, deren Eingänge ich an violetten Farbverläufen erkenne. Einige sind frei zugänglich, für andere muss ich bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese bestehen zumeist darin, einen oder mehrere spezielle Gegenstände zu finden, wobei nicht immer ausdrücklich gesagt wird, was zu tun ist. Entsprechend hat es eine Weile gedauert, ehe ich den durch Geäst versperrten Eingang in der Urzeit öffnen konnte. Nicht zu wissen, was man sucht, macht es eben ein wenig kniffliger, es zu finden.
Ebenso benötigt auch die Freischaltung weiterer Ebenen häufig weitere Gegenstände. Einmal soll ich Samen einpflanzen, und ich habe ein wenig gebraucht, ehe ich verstanden hatte, wo ich sie pflanzen sollte. Allerdings war ich währenddessen damit beschäftigt, putzige Katzen zu suchen, also war das nicht schlimm.
Um mehr kleine Details zu erkennen, kann ich näher an das Bild heranzoomen. Einzig im obersten Abschnitt des Turms sind die Zeichnungen selbst bei höchster Zoomstufe oft so klein, dass es im Handheldmodus auf Nintendo Switch 2 etwas schwieriger ist, die Katzen überhaupt zu erkennen. Daneben gibt es auch eine einzelne Katze, die hinter der Anzeige für fehlende Katzen und Bauteile sehr leicht zu übersehen ist.

Winzige Schrauben
Aber wozu nun die Schrauben und Muttern? Diese sind Teil der Rahmenerzählung von A Tower Full of Cats. Eine Katze befindet sich weit oben in der Stratosphäre mit ihrem Raumschiff und hatte einen kleinen Unfall mit der Zeitreisemaschine. Das hat dazu geführt, dass die kleinen Bauteile überall in allen Zeitaltern verstreut sind. Zudem möchte die Katze in allen Zeitaltern Katzen finden, um sie auf einen neuen Katzenplaneten zu bringen. Klingt nach einem wunderbaren Ort.
Auch die Anzahl noch fehlender Schrauben und Muttern in einem Bereich kann ich jederzeit nachvollziehen. Sie zu finden, ist allerdings eine deutlich größere Herausforderung als das Finden von Katzen. Schließlich sind die Bauteile sehr viel kleiner als so eine Katze. Und weniger katzenförmig, was sie weniger auffällig macht.
Ähnlich wie in Secret Paws, hilft mir auch hier eine Lupe mit Cooldown, falls ich einmal nicht alle Katzen allein finde. Für die Bauteile gibt es eine andere Hilfsmechanik, die ich erst nach ein paar Etagen freischalten kann. Das fühlt sich allerdings eher nach Fleißarbeit und Warten auf einen Hinweis an als nach entspannter Suche.
Kurz nachdem ich die Hilfsmechanik für die Bauteile freigeschaltet hatte, habe ich das Spiel geschlossen und wieder geöffnet. Danach war die Hilfsmechanik weiterhin freigeschaltet, in mehreren Räumen galten jedoch die Katzen und Bauteile nicht mehr als entdeckt. Die Katzen noch einmal anklicken zu müssen, hat mich dabei weniger gestört als die kleinen Schrauben.

Fazit
So viele niedliche Katzen! Im Wimmelbildspiel A Tower Full of Cats viele Katzen zu finden, ist nicht schwierig. Alle Katzen zu entdecken, sorgt für eine etwas größere Herausforderung. Ständig werde ich mit weiteren Katzen in neuen Zeitaltern belohnt. Die Rahmenhandlung ist in sich schlüssig. Nur einzelne Katzen sind im Handheldmodus doch etwas sehr klein und bei einigen Zusatzaufgaben wären etwas deutlichere Hinweise auf die Aufgabe hilfreich. Ansonsten ist der Titel doch ein sehr rundes Erlebnis.

Herzlichen Dank an Alchemy Games für die Bereitstellung des Testmusters. Katzen und Katzen und Katzen gefunden auf Nintendo Switch 2 via Abwärtskompatibilität.