In Teil 3 der Remake-Reihe ist Neptune zurück. Das RPG Hyperdimension Neptunia Re;Birth3: V Generation schickt die CPU in ein alternatives Gamindustri.
Die ursprüngliche Dimension ist dabei dieselbe wie in Sisters Generation, weshalb es sich anbietet, die Reihenfolge der Zahlen beim Spielen zu übernehmen. Doch die meiste Zeit findet die Handlung in einer anderen Dimension statt, weshalb die Reihenfolge nicht besonders wichtig ist. Lediglich einzelne Referenzen weisen auf Sisters Generation hin, wenn Nepgear beispielsweise erwähnt, dass sie nicht mehr der Hauptcharakter ist. Das ist allerdings auch nicht viel tiefgründiger als wenn Neptune sich daran erinnert, schon bei einem tiefen Fall das Gedächtnis verloren zu haben.
CPU sein und werden
Alles scheint friedlich und die vier CPUs spielen in Eintracht Videospiele. Dann allerdings landet Neptune auf einmal in einer anderen Dimension. Der Rückweg gestaltet sich als schwierig, aber erst einmal gilt es, Shares zu sammeln. Das sind ja inzwischen alle gewohnt.
Dieses andere Gamindustri unterscheidet sich deutlich von dem, das Neptune kennt. Zum einen erinnert es mehr an die 80er. Zum anderen gibt es in Planeptune eine völlig andere CPU – Plutia. Plutia ist auch nicht schon immer CPU gewesen, sondern erst, seitdem sie einen CPU-Kern gefunden hat. Und Noire, die in Neptunes ursprünglicher Dimension als Black Heart die CPU von Lastation ist, ist gar keine CPU.
Zu allem Überfluss sind da auch noch die Seven Sages, mysteriöse Gestalten, die Gamindustri von CPUs befreien wollen. So mancher Charakter ist dabei schon an der Silhouette zu erkennen, aber das ist eher amüsant, als dass es eine wichtige Überraschung vorwegnehmen würde.
Anstelle ihrer Puddingliebe steht diesmal Neptunes Faulheit im Vordergrund. Zuhause wird sie deshalb heftig ausgeschimpft, aber natürlich lernt sie nicht dazu. In der anderen Dimension ist diese Charaktereigenschaft bisweilen der Auslöser dafür, aufzubrechen, in der Hoffnung, Ausreden zu haben oder anschließend noch fauler sein zu können.
Gemeinsam mit den Seven Sages als Gegenspielern, die wiederholt in eigenen Szenen auftreten, fühlt sich die Handlung in V Generation etwas runder an als in den beiden Vorgängern. Der Humor und die Referenzen sind weiterhin zuhauf vertreten, aber es gibt nicht den einzelnen, ständig wiederholten Witz, der mir wirklich unangenehm aufgefallen wäre. (Auch wenn beispielsweise gerade Plutias CPU-Form anstrengend werden kann.)

Kämpfe und Dungeons zum dritten Mal
Das Kampfsystem ist das gleiche wie in Re;Birth1+ und Sisters Generation mit kleinen Anpassungen wie einer auf maximal 5 Angriffe verlängerten Kombo. Besonders auffällig ist dabei, dass sich in V Generation die SP durch Angriffe regenerieren und ich nicht jeden Dungeon mit vollen SP betrete. Außerdem hat mir IF anfangs gefehlt. Denn ohne sie hatte ich keine Kämpferin, mit der ich mehreren Gegnern gleichzeitig schaden konnte, wenn diese ein klein wenig zu weit auseinander standen.
Dungeonlayouts ähneln sich auch hier wieder sehr. Aber das Itemradar aus den beiden Vorgängern wurde diesmal entfernt. Dafür findet die Sprungfähigkeit vermehrte Anwendung, da die speziellen Items, die ich ansonsten mit dem Radar gefunden hätte, stattdessen in unsichtbaren Blöcken stecken. Diese werfen Schatten, wodurch sie trotzdem zu erkennen sind. Das ist tatsächlich eine angenehme Abwechslung zum wiederholten Betätigen des Radars.
Eine weitere Änderung ist, dass neue Orte nicht automatisch freigeschaltet werden. Als Neptune zum ersten Mal Planeptune verlassen möchte, muss sie einen Dungeon durchqueren. Der ist zwar an sich auch nicht besonders, aber lustig eingebaut.
Stella’s Dungeon aus Sisters Generation ist nun ins Menü gewandert. Sie ist weiterhin für echte Zeit unterwegs, diesmal kann sie jedoch auch unterschiedliche Begleitung zur Unterstützung mitnehmen. Zudem gibt es einen Dungeon, der besonders viele Ebenen hat, anstelle vieler kürzerer. Anfangs war ich bei Stella noch sehr zögerlich, aber je besser ihre Ausrüstung wurde, desto mehr Ebenen habe ich übersprungen, wenn ich sie erneut losgeschickt habe.

News
Ganz neu ist ein Fernsehsender mit News-, Shopping- und Quiz-Shows, die ich regelmäßig anschauen kann. Das sind weitgehend nur noch mehr Dialoge, aber bei der Quiz-Show lässt sich zumindest teilweise abschätzen, wie aufmerksam jemand vorher gespielt hat.
Hilfreich finde ich allerdings die Neuerung, bei Aufträgen in der Gilde oder bei Plänen nachschauen zu können, wo ich wahlweise einen spezifischen Gegner oder einen Gegenstand finden kann. Bei Gegnern kann ich zwar bei Dungeonauswahl sehen, ob es sie in diesem Dungeon gibt, aber so kenne ich den Dungeon schneller. Außerdem ist es gerade bei den vielen unterschiedlichen Items sehr praktisch, wenn ich gleich sehe, woher ich das bekomme, nach dem ich suche.

Fazit
Auch das parodistische RPG Hyperdimension Neptunia Re;Birth3: V Generation ist sehr repetitiv, sowohl innerhalb der Spielgrenzen, als auch in Bezug auf Re;Birth1+ und Sisters Generation. Die Handlung überzeugt etwas mehr und die Dialoge verzichten dabei nicht auf viele Referenzen und eine Menge Humor. Aber auch hier bleibt das Gameplay weiterhin fast komplett gleich, weshalb es auch hier nur für eine gelbe Ampel reicht.

Herzlichen Dank an Idea Factory International für die Bereitstellung des Testmusters. Dimension gewechselt auf PlayStation 5 Pro in PlayStation-4-Spiel.