Dynasty Warriors 3: Complete Edition Remastered (Review)

Artwork Dynasty Warriors 3: Complete Edition Remastered mit Nahaufnahme von Lu Bu

Ursprünglich 2001 auf PlayStation 2 erschienen, erhält das Hack-and-Slash-Spiel Dynasty Warriors 3 nun ein Remaster. Als Fan des Spielprinzips und Settings habe ich mich sehr auf den Release gefreut und mich Dutzende Stunden durch Gegner gemetzelt. Dynasty Warriors 3: Complete Edition Remastered enthält Dynasty Warriors 3 sowie Dynasty Warriors 3: Xtreme Legends mit verbesserter Grafik und Gameplay-Anpassungen. Klassische Steuerungseinstellungen bleiben dabei weiterhin möglich. Hinzu kommen auch neue Musou-Szenarien und ein spielbarer Charakter aus Dynasty Warriors Origins.

Wie andere Titel der Reihe spielt auch Dynasty Warriors 3 im antiken China während der Zeit der Drei Reiche. Zum Ende der Han-Dynasty findet der Aufstand der Gelben Turbane statt, und im Folgenden kristallisieren sich drei Parteien heraus, die sich im gegenseitigen Machtkampf aus unterschiedlichen Motivationen bekriegen. Die drei Reiche Wu, Shu und Wei kämpfen die nächsten Jahrzehnte um Vorherrschaft.

Musou-Modus

Der Hauptmodus von Dynasty Warriors 3, der Musou-Modus, umfasst dabei wichtige Schlachten aus Romance of the Three Kingdoms jeweils aus der Sicht eines Offiziers. Von den über 40 spielbaren Charaktere sind die meisten im Musou-Modus mit einer eigenen Geschichte verfügbar. Dabei kämpfen sie für ihr Reich in sieben oder mehr Schlachten und tragen schließlich zum Frieden bei. Das geschieht weitgehend unabhängig davon, ob sie historisch oder im Roman an den entsprechenden Schlachten teilnahmen oder wer nach all den Schlachten tatsächlich an der Macht war. Gleichzeitig überschreitet die Anzahl an spielbaren Schlachten pro Reich die Anzahl gespielter Schlachten pro Charakter. Zudem unterscheiden sich häufig Startpositionen und einzelne Aufgaben während der Schlachten, wodurch nicht alle Routen eines Reiches gleich ablaufen.

Neben den drei Reichen sind durch Xtreme Legends auch andere Parteien spielbar, darunter beispielsweise Zhang Jiao von den Gelben Turbanen oder Zhurong, die Frau des Nanman-Häuptlings. Die Geschichten dieser anderen Charaktere sind komplett fiktionale Szenarien.

Weitere Offiziere schalte ich während des Spielens frei. Viele davon automatisch, wenn ich für verschiedene Reiche mit beliebigen Charakteren die Geschichte abschließe. Einzelne haben besondere Voraussetzungen, die nicht immer selbsterklärend sind. 

Schlachten finden auf über 20 Schlachtfeldern statt, abhängig von gewählten Reichen oder Charakteren in unterschiedlicher Zusammensetzung von Gegnern. Einzelne sind auch zu unterschiedlichen Jahreszeiten verfügbar.

Begonnen habe ich mit Shu, was sich bei den letzten Charakteren durchaus etwas repetitiv angefühlt hat. Empfehlenswert ist also, zwischen den Gruppierungen zu wechseln und beispielsweise mit Lieblingscharakteren zu beginnen. (Meine allerliebsten sind leider nicht vertreten oder nicht spielbar, aber so konnte ich neue Charaktere liebgewinnen.)

Bild von Xu Zhu, Untertitel "I eat guys like you for breakfast!"
Spezielle Offiziere haben kurze Intros bei Auftauchen
Geschichten der Drei Reiche

Trotz vieler bekannter Schauplätze hält sich Dynasty Warriors 3 also nicht immer genauestens an die Vorlage. Gleichzeitig gibt es eine Datenbank mit allen benannten Charakteren, in denen sie kurz eingeordnet werden.

Jeder spielbare Charakter im Musou-Modus erhält zusätzlich eine Einführung. Gegebenenfalls werden höfische und Spitznamen genannt, daneben auch charakterliche Eigenschaften und Motivationen für ihre Teilnahme an den Konflikten.

Während diese Texte unvertont sind, gibt es zu Beginn vieler Schlachten und während besonderer Zwischenereignisse kurze Cutscenes. Bei der Sprachausgabe stehen Englisch, Japanisch und Chinesisch zur Verfügung sowie eine Mischung aus Englisch und Japanisch, bei der die kurzen Ausrufe während der Kämpfe auf Japanisch sind.

Die Cutscenes sind kurz und verleihen den Schlachten Kontext oder machen auf Eigenheiten wie labyrinthartige Abschnitte aufmerksam. Auf Englisch sind sie allerdings überhaupt nicht lippensynchron.

Bevor ich eine Schlacht starte, kann ich auch einen kurzen Überblick lesen, der ebenfalls vertont ist. Dadurch erhalten die Schlachten noch mehr Kontext und insbesondere die Xtreme-Legends-Szenarien bauen während der Überblicke ihre Geschichte aus. Während die meisten Szenarien eher ernst sind, hat mich insbesondere Zhurongs Geschichte sehr amüsiert. Zudem mag ich, wie die Szenarien auch während der Schlachten auf bekannten Schlachtfeldern neue Kontexte erschaffen.

Dadurch, dass wichtige Schlachten mit unterschiedlichen Charakteren einer Seite oft ähnlich ablaufen, kann es vorkommen, dass einzelne Geschehnisse wenig Sinn ergeben. Wenn beispielsweise Zhuge Liang eigentlich irgendwo steht und etwas vorbereitet, tut er das nicht, sobald ich ihn selbst spiele. Schließlich kämpfe ich üblicherweise an vorderster Front, um den gegnerischen Anführer zu besiegen.

Im Musou-Modus finden sich auch drei zusätzliche neue Szenarien, für die ich mehrere Voraussetzungen erfüllen muss. Diese sind teilweise komplex und nicht direkt während der Schlachten nachlesbar, in denen die Aufgaben erfüllt werden müssen. Die Szenarien bilden Alternative Geschehnisse und sind darauf ausgelegt, später gespielt zu werden. Entsprechend sind sie auch auf niedrigeren Schwierigkeitsgraden anspruchsvoll.

Siegbedingungen

Ziel einer Schlacht ist in der Regel das Besiegen des gegnerischen Anführers. Auf den ersten zwei von fünf Schwierigkeitsgraden ist es sehr simpel, sich darauf zu konzentrieren und den Rest der Schlacht zu ignorieren. Auf dem dritten ist es für geübte Spielende auch nur eine kleine Herausforderung. 

Wenn etwa Liu Bei durch das Land zieht, um die nicht kämpfende Bevölkerung zu retten, gibt es alternative Ziele, bei denen ein nicht gespielter Charakter einen Zielpunkt erreichen muss, ohne besiegt zuwerden. Was freilich etwas länger dauert, als alle gegnerischen Offiziere auszulöschen.

Wer unbedingt möchte, kann also meistens direkt ans Ziel laufen und alles auf dem Weg ignorieren. Was allerdings noch viel repetitiver wäre. 

Dynasty Warriors 3 verlangt für den richtigen Spielspaß allerdings einen Blick über das Hauptziel hinaus. Die meisten Schlachten beginnen mit Handlungsanweisungen des Hauptmanns. 

Suche ich zuerst einmal nach versteckten Versorgungslagern oder nehme strategische Standorte rund um ein gegnerisches Lager ein (klassische Basen gibt es nicht), gehe ich nicht nur mehr auf das Schlachtengeschehen ein, sondern schwäche auch die Moral der gegnerischen Seite. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden macht das einen großen Unterschied bei der Herausforderung. Das gilt auch dafür, ob ich allein voranpresche oder mich in der Nähe anderer Offiziere und Soldaten aufhalte, während diese gegen den Feind kämpfen. Auch wenn ich zugeben muss, dass mein Spielstil für letzteres meist zu hektisch ist. Das Besiegen gegnerischer Offiziere ohne direkten Auftrag beeinflusst ebenfalls die Moral.

Die meisten Schlachtfelder bieten verzweigte Wege, wodurch ich meine Vorgehensweise ebenfalls anpassen kann. Das weicht Wiederholungen zusätzlich auf.

Schlachten gelten in der Regel als gescheitert, wenn bestimmte Offiziere auf der eigenen Seite sterben oder das großzügige Zeitlimit abläuft. Bei mir lag ein Scheitern zumeist am Tod des gespielten Charakters. Kritische Offiziere halten gut durch und Gefahrenwarnungen tauchen früh genug auf, um sie umgebende Gegner zu besiegen.

Kampfszene. Sima Yi: "All units! Break through the enemy defenses and find theiry supply depot!"
Zusatzaufgaben

Obwohl ich normalerweise selten höhere Schwierigkeitsgrade wähle, habe ich nach den ersten Charakteren auf Hard gestellt (Chaos, der höchste Schwierigkeitsgrad, war mir für die ersten Schlachten mit einem neuen Charakter zu schwierig). Das ermöglichte mir gleichzeitig, charakterspezifische Waffen freizuschalten.

In vielen Schlachten in Dynasty Warriors 3 gibt es zusätzliche Aufgaben, mit denen ich wertvolle Gegenstände oder starke Waffen für Charaktere freischalte. Die wertvollen Gegenstände sind unabhängig vom Schwierigkeitsgrad erhältlich, während Waffen auf Stufe 4 und 5 auf den letzten beiden Schwierigkeitsgraden freischaltbar sind.

Zu den wertvollen Gegenständen zählen beispielsweise Sättel, damit ich zu Beginn nicht auf ein Pferd mit minimaler Ausdauer angewiesen bin. Oder Schriftrollen, die erhaltene Verdienstpunkte erhöhen, mit denen gespielte Offiziere stärker werden.

Die Aufgaben rangieren dabei vom Besiegen spezifischer gegnerischer Offiziere bis hin zum Auslösen von Ereignissen mit kurzen Szenen, die der aktuellen Schlacht mehr Tiefe verleihen. Wichtig dabei ist allerdings, dass ich die Person sein muss, die einen gegnerischen Offizier tötet, damit daraufhin eine Kiste oder eine Versorgungseinheit mit dem Item oder der Waffe auftaucht. 

Nachdem ich fast eine Stunde lang Lu Bu verfolgt habe (obwohl ich das bekanntermaßen nicht sollte, der ist ziemlich stark), hat mir jemand den letzten Treffer weggeschnappt. So musste ich erst einmal sterben, um einen früheren Rücksetzpunkt zu laden und ihn diesmal selbst zu besiegen. Natürlich wäre es einfacher gewesen, ihn nicht mit einem frisch gestarteten Charakter zu bekämpfen, aber die Stunde Zeiteinsatz hat sich trotzdem sehr gelohnt.

In drei Fällen sind mir bei den Zusatzaufgaben Fehler bei den Namen zu besiegender Offiziere aufgefallen. Allerdings gibt es in diesen Fällen keine wirkliche Verwechslungsgefahr, sodass der richtige Gegner auffindbar bleibt.

Guan Yu im Kampf gegen Lu Bu. Yuan Shao: "Don't pursue Lu Bu!"
… zu spät!
Charaktere und Waffen

Sehr beliebt ist das große Charakterroster in Dynasty Warriors, das in Origins eine kurze Pause eingelegt hat. In Dynasty Warriors 3 Remastered kehrt es zurück, wodurch Waffen auch wieder charakterspezifisch sind.

Dabei gibt es eine große Auswahl an Waffen von Schwertern über Fächer und Keulen bis hin zu Klauen. Manche Waffen sind bei mehr Charakteren vertreten als andere, fühlen sich dabei aber trotzdem unterschiedlich an.

Angriffe bestehen aus Standard- und aufgeladenen Angriffen, die zu Ketten aneinandergerreiht werden. Beende ich mit einem aufgeladenen Angriff eine Kette, ändert sich der Angriff dabei abhängig von der Anzahl an vorangegangenen Angriffen. Bestimmte Kettenlängen verursachen bestimmte Angriffstypen, die mal mehr für Flächenangriffe, mal mehr für Schleuderangriffe geeignet sind. Insbesondere bei den Flächenangriffen sind die Radien sehr abwechslungsreich, sodass sie inmitten von Gegnerhorden unterschiedlich effektiv sind. Entsprechend mache ich mir das Kämpfen einfacher, wenn ich weiß, ob ich beim Kampf gegen einen Offizier die umgebenden Soldaten zusätzlich bekämpfen kann oder ob ich ihre Anzahl besser vorher dezimiere. 

Zusätzlich füllt sich durch Angriffe und Treffer die Musou-Leiste auf. Mit dieser entfessle ich einen starken Musou-Angriff, der charakterabhängig mal gegen einzelne Gegner, mal gegen Gegnergruppen effektiver ist. Oft lohnt sich der gezielte Einsatz inmitten von Gegnern, um sich etwas Luft zu verschaffen. Bei gedrücktem Knopf leert sich die Leiste stückweise komplett, bei einmaligem Knopfdruck wird nur ein Teil der gesammelten Energie freigesetzt.

Bei geringer Energie des gespielten Charakters füllt sich die Leiste automatisch, und ein Einsatz sorgt für einen Wahren Musou-Angriff mit Feuereffekten. Auf Normal konnte ich das teilweise ausnutzen, weil ich dann noch ziemlich gut Angriffen ausweichen konnte.

Während alle Charaktere spielerisch ähnlich anspruchsvoll sind, habe ich insbesondere mit ungewöhnlicheren Waffen wie Sun Shangxiangs Chakrams und Xiaoqiaos Fächern sehr großen Spaß. Aber auch unter den anderen Charakteren ist keiner, an dem ich keine Freude hätte.

Sun Shangxiang schleudert ihre beiden Chakrams auf einen Gegner.
Ausweichen und Blocken

Um Treffer zu vermeiden, kann ich ausweichen und blocken. Ein Ausweichen im letzten Moment ermöglicht einen Gegenangriff und das perfekte Blocken kann Gegner betäuben oder zurückwerfen. Allerdings ist mir das kaum gelungen, wohingegen ich häufiger Gegenangriffe nach dem Ausweichen ausführen konnte.

Auch Gegner können Musou-Angriffe einsetzen, Angriffe aufladen oder Pfeile verschießen. Aufgeladene Angriffe und Pfeilschüsse kann ich verhindern, indem ich schnell genug selbst einen aufgeladenen Angriff durchführe oder einen Pfeil auf den Gegner schieße. Die Musou-Angriffe der Gegner lassen sich nicht so einfach aufhalten und wie ich selbst sind die Gegner während des Angriffs vor Schaden geschützt. Doch durch einen eigenen Musou-Angriff lassen sich die Angriffe stoppen.

Cao Cao zielt von einer Mauer aus mit dem Bogen auf einen Offizier.
Von hier oben muss ich nicht ausweichen.

Verbleiben gegnerischen Offizieren wenig Lebenspunkte, können diese sich heilen oder kurzzeitig Angriff oder Verteidigung verstärken. Dafür lädt sich eine Leiste auf, was ich durch eigene Angriffe aufhalten kann. Mich selbst heilen kann ich nur durch Heilmittel, die in Krügen stecken oder die Gegner fallen lassen, was schnell dazu führt, dass ich wegrenne, um ein auf der Karte angezeigtes Heilmittel zu sammeln. Kurzzeitige Verdopplungen von Angriff oder Verteidigung finde ich auf ähnliche Weise.

Je höher der Schwierigkeitsgrad ist, desto wichtiger ist das Ausweichen oder Aufhalten, desto kürzer wird aber auch die Zeit zum Reagieren. Da Gegner gern versuchen, sich zu heilen, nachdem sie mich getroffen haben und kurzzeitig betäuben, sollte ich das insbesondere auf den höheren Schwierigkeitsgraden möglichst vermeiden. Aber auch andere Soldaten und Offiziere auf meiner Seite können das Aufladen unterbrechen. Auch deshalb kann es sich lohnen, sich nicht allein ins Feindgebiet zu begeben.

Aufleveln und verstärken

Weitere Waffen sammle ich zumeist durch das Besiegen von Gegnern, aber auch durch zerstörbare Kisten auf dem Schlachtfeld. Je stärker die Waffe, desto längere Angriffsketten kann ich einsetzen. Zudem besitzen stärkere Waffen zusätzliche Eigenschaften, die beispielsweise den Angriff erhöhen oder Heilgegenstände verstärken. Manche Waffen verfügen zusätzlich über ein Element, das bei bestimmten Angriffen ausgelöst wird.

Neu im Remaster von Dynasty Warriors 3 ist die Waffenfusion. Durch sie übertrage ich Zusatzeffekte, Elemente oder spezielle Eigenschaften auf andere Waffen.

Charaktere werden stärker, indem ich Schlachten abschließe und Verdienstpunkte sammle. Oder durch das Besiegen verschiedener Gegner und das Zerstören von Kisten, die mir Verstärkungen für Angriff, Verteidigung, Musou-Leiste und Lebenspunkte einbringen.

Dadurch ist es nicht nur für die aktuelle Schlacht hilfreich, möglichst viele Gegner zu besiegen, sondern auch für weitere Schlachten. Zudem sammle ich solche Verstärkungen auch im Freien Modus, sodass Spielende bei Bedarf die aktuelle Schlacht ruhen lassen können, um später stärker zurückzukehren. Im Freien Modus sind alle freigeschalteten Schlachten mit allen freigeschalteten Charakteren spielbar. Hier kann ich auch hochstufige Waffen außerhalb des Musou-Modus freischalten, wenn ich die Voraussetzungen erfülle.

Große 100 mitten auf dem Bildschirm.
Je 100 besiegte Gegner steigern die Motivation der eigenen Seite.
Challenge-Modus und VS-Modus

Xtreme Legends bringt neben zusätzlichen Szenarien auch einen Challenge-Modus mit. Dieser besteht aus sechs unterschiedlichen Herausforderungen, die ich mit jedem Charakter angehen kann. Werte der Charaktere werden übernommen, während die Waffen vorausgewählt sind. Durch die unterschiedlichen Angriffe der Waffen eignen sich verschiedene Charaktere unterschiedlich gut für die Herausforderungen. 

Darunter sind zeitbegrenzte Aufgaben, aber auch solche, in denen ich möglichst lang durchhalten muss. Verschiedene Zeiten oder Anzahlen besiegter Gegner tauchen als vorgefertigte Rangliste verschiedener Charaktere auf. Für den ersten Platz gibt es häufig einen weiteren wertvollen Gegenstand.

Während mir Rush vergleichsweise leicht fiel, bei dem es darum geht, möglichst schnell ein Ziel zu erreichen, hatte ich mit den anderen Herausforderungen etwas mehr zu kämpfen. Bei Time Attack geht es etwa darum, einhundert Gegner möglichst schnell zu besiegen. Das klingt erst einmal simpel, wenn allerdings nur einhundert Gegner auf dem Schlachtfeld sind, dauert das überraschend lang. Außerdem verliere ich Zeit, wenn ich einen Gegner übersehe und zu ihm zurückrennen muss, also ist ein Blick auf die Karte sehr hilfreich. Dabei hatte ich Spaß daran, mir zu überlegen, mit welchem Charakter ich diese Herausforderung am besten angehe.

Daneben gibt es auch einen VS-Modus, der offline und im Splitscreen-Modus spielbar ist. Hier gibt es acht Schlachtfelder mit eigenen Regeln. Aber Dynasty Warriors 3 ist in den anderen Modi auch im Koop spielbar, wenn zwei Spielende lieber gemeinsam als gegeneinander spielen möchten.

Fazit

Dynasty Warriors 3: Complete Edition Remastered bietet spielerisch viel Abwechslung und gelungenes Hack-and-Slash-Gameplay. Der Musou-Modus hat leichte Tendenzen, repetitiv zu sein, bietet aber auch viele Möglichkeiten, Schlachten unterschiedlich anzugehen, solange sich Spielende darauf einlassen. Spielmechaniken wie das Ausweichen oder das gemeinsame Kämpfen mit anderen Offizieren gewinnen bei höheren Schwierigkeitsgraden zunehmend an Bedeutung und bringen dabei auch mehr Spielspaß mit sich. Der Challenge-Modus sorgt dafür, sich auf andere Weise mit den Spielsystemen auseinanderzusetzen. Bei der großen Auswahl an Charakteren und Waffen kann ich mich nicht für einen Lieblingscharakter entscheiden. Manchmal fehlt während der Schlachten etwas mehr Anpassung an den ausgewählten Charakter, doch im Gesamtbild fällt das kaum ins Gewicht.

Herzlichen Dank an Koei Tecmo Europe für die Bereitstellung des Testmusters. Offiziere besiegt auf Xbox Series X.