Eben noch auf der Wholesome Direct gesehen, schon gibt es eine Demoversion auf Steam. Im narrativen Adventure Froggy Brews der malaysischen Entwickler Komodo Range Studio dreht sich alles um die Zubereitung von Tee.
Tee aufbrühen
Der kleine Frosch Froggy kehrt nach einiger Zeit in seine Heimat zurück und findet das örtliche Teehaus verlassen vor. Nun stellt er sich hinter die Theke und bereitet den Tee für die Kundschaft zu. Die Demo gibt erste Einblicke in die Gründe für Froggys Rückkehr, wobei die Geschichte in Standbildern mit Textunterschriften erzählt wird.
Teekochen ist bisher noch sehr simpel. Wasser in die Tasse, Zutat hinzugeben, zugedeckt ziehen lassen. Dabei gibt das Wasser eine Form vor und jede Zutat ist unterschiedlich geformt. Es könnte also theoretisch Puzzleelemente beim Platzmanagement geben.
In der Demo von Froggy Brews ist das allerdings noch einfach. Ich benötige nur eine einzelne Zutat (auch wenn ich richtig angeordnet mehrere hinzugeben kann). Sie passt also automatisch perfekt in die vorgegebene Form.
Daneben sind Zutaten in fünf unterschiedliche Elemente eingeteilt. Alle weisen unterschiedliche Eigenschaften auf, um der Kundschaft zu bieten, was sie mit dem Tee erreichen möchte. Der kurze Dialog während der Bestellung gibt Hinweise darauf, was sie wollen, und die Hinweise sind farblich markiert. Gemeinsam mit der knappen Erklärung zu jedem Element, wenn ich mit der Maus über das entsprechende Icon fahre, ist das bisher sehr offensichtlich. Gleichzeitig gibt es auch keine Einführung in die unterschiedlichen Elemente, um schnell zu lernen, Elemente mit Wirkungen zu assoziieren, auch wenn sie zumeist eingängig sind.
Befindet sich die Zutat aus der gewünschten Kategorie im Wasser, lasse ich den Tee mit gedrückter Taste ziehen. Lasse ich die Tasse zu früh los, gelingt der Tee nicht, aber beim Wiederholen der Zubereitung sind verwendete Zutaten wieder verfügbar.
Anschließend kann ich den Tee dekorieren, allerdings wird das im Tutorial nicht erklärt. Das entsprechende Icon wackelt zwar, kann aber trotzdem leicht übersehen werden. Bei der Dekoration habe ich die Wahl zwischen unterschiedlichen Teetassen und Untertassen sowie Blättern und anderen Dekorationen für die Teeoberfläche.

Zutaten sammeln
Zubereiteten Tee reiche ich an die Kundschaft weiter und erhalte dafür Punkte und Werte in zwei unterschiedlichen Kategorien. Anschließend zieht es Froggy nach draußen. Schließlich ist Tee ohne die richtigen Zutaten einfach nur heißes Wasser.
Und die Zutaten sammle ich im kleinen Dörfchen Bloomville und seiner Umgebung. Früchte an Büschen, Wurzeln aus der Erde. Auch wenn ich das meiste in der Demo noch gar nicht benötige. Nähere ich mich einer Zutat, taucht ein Button-Prompt auf, also kann ich kaum etwas übersehen. Zudem ist mir aufgefallen, dass abgepflückte Büsche manchmal am selben Tag wieder Früchte tragen, was das Sammeln noch mehr vereinfacht.
Eine andere Zutat ist mit einem kurzen Dialog verbunden. Nachdem ich damit einen Tee für einen Kunden zubereitet habe, folgte eine weitere Szene. Das gibt erste Einblicke in die Hintergründe der Dorfbewohner:innen und ist eine Mischung aus melancholischen und hoffnungsvollen Momenten. Dass ein Kunde sich beschwert hat, dass eine Zutat in seinem Tee fehlt, obwohl er diese zuvor nicht bestellt hat, hat mich ein wenig amüsiert.
Auch das Sammeln der Zutaten in Froggy Brews ist in der Demo eher simpel. Aber das stört mich weniger als die Teezubereitung, die mit wesentlich mehr Komplexitätspotenzial angelegt ist, aber nicht zum Ausprobieren anregt. Durch die Gegend zu laufen, Büsche abzuernten und Blümchen aufzusammeln, ist eben sehr entspannt.

Zwischenfazit und Vorausblick
Als Demo ist die Demo von Froggy Brews durchwachsen. Sie zeigt nicht wirklich das Potenzial, das die Teezubereitung hat, auch wenn ich das Konzept mag. Daher hoffe ich darauf, dass im vollständigen Spiel die Verwendung mehrerer Zutaten wichtiger wird. Das Dekorieren scheint komplett freiwillig zu sein und ist dafür ein netter Bonus. Der Trailer zeigt auch weitere Orte, auf die ich ebenso gespannt bin wie auf weitere kleine Geschichten aus dem Dorf. Daher möchte ich Froggy Brews vorerst weiter im Auge behalten.
