Star Fox – Prolog-Demo (Angespielt)

Artwork Star Fox

Einer der ikonischsten Charaktere aus den Super Smash Bros.-Spielen erhält jetzt endlich sein eigenes Spiel. Wie, das ist eine jahrzehntealte Spielreihe und Star Fox ein Remake? Na gut. 

Der 3D-Shooter erscheint in ein paar Tagen, also habe ich natürlich die Demo ausprobiert. Obgleich Zielen und Treffen nicht zu meinen Stärken gehören.

Fünf Jahre später

Doch bevor ich spielen kann, gibt es erst einmal etwas anzugucken. Star Fox beginnt mit einem Prolog, der Fox’ Vater, James McCloud, folgt. Ein paar coole Kameraeinstellungen, eine toxische Atmosphäre, eine kurze Einführung in den Bösewicht, ein bisschen Drama.

Das geschieht alles sehr kompakt innerhalb von wenigen Minuten, also startet kurz darauf das Tutorial, das fünf Jahre danach spielt. Integriert als Übung, die Fox weniger nötig hat als ich. 

Ich steuere den Arwing, in dem Fox sitzt, wobei sich die Kamera leicht hinter dem kleinen Raumschiff befindet. Aufgrund der Positionierung habe ich manchmal das Gefühl, weniger vom Geschehen zu sehen, als mir lieb wäre. 

Als allererstes habe ich die Invertierung der Steuerung geändert, nur um festzustellen, dass mir das Sekunden später im Tutorial vorgeschlagen wird. Dann lerne ich endlich lenken und schießen.

Die Steuerung per Stick ist erstaunlich schwammig. Zwar bin ich ohnehin nicht gut im freien Zielen, aber ich kann den Zielbereich kaum schnell genug präzise auf bewegliche Gegner richten. Ein wenig sorgt allerdings der aufgeladene Schuss für Ausgleich, der mit Zielfixierung funktioniert.

Ausweichen kann der Arwing durch normales Lenken, wobei eine Neigung zu der Seite, in die sich das Raumschiff bewegen soll, die Seitbewegung beschleunigt. Was mir im Tutorial beim letzten Tor, das ich seitlich durchqueren sollte, nicht gelungen ist, aber Fox wurde im selben Moment für seine Fähigkeiten gelobt. Was macht auch schon ein bisschen Schaden am Arwing?

Also, abgesehen davon natürlich, dass ein zerstörter Flügel für merklichen Drall sorgt.

Mit seitlichen Rollen weicht es sich noch besser aus, da sich damit auch Projektile aufhalten lassen. Der frontale Looping ist in der Demo weniger wichtig.

Daneben werden auch Bomben eingeführt, die ich zwar manuell zünden kann, die aber auch von selbst schnell explodieren. So helfen sie gegen größere Gegnergruppen, wobei der aufgeladene Schuss auch mehrere Ziele trifft.

Peppy: "Siehst du, was ich sehe, James? Laut meinen Instrumenten ist die Atmosphäre ... extrem toxisch."
Maussteuerung

Star Fox lässt sich jedoch nicht nur per Stick steuern. Eine Bewegungssteuerung gibt es zwar nicht, aber der Maus-Modus der Joy-Con 2 wird unterstützt. Davon habe ich mir nicht allzu viel erwartet, weil ich bisher immer die rechte Hand benutzen musste und zumeist auch keinen Mehrwert darin gesehen habe.

In Star Fox nutze ich den Maus-Modus wahlweise mit der rechten oder der linken Hand, also war ich ein wenig erleichtert. Besonders eingänglich finde ich die Steuerung per Maus nicht, allerdings wird auch hier die rechte Hand der Standard sein. Und Linkshändermodi mit Standardcontrollern bringen mich auch mehr durcheinander, als dass sie mir helfen.

Das Lenken selbst funktioniert sehr gut. Die Empfindlichkeit lässt sich auch ändern, aber auch die Standardeinstellung fühlt sich gut an. Da ich weniger darüber nachdenken muss, wohin ich das Schiff lenke und wohin ich ziele, habe ich mehr Kapazitäten für den Rest.

Tatsächlich besteht allerdings das größte Problem darin, dass ich in der Demo mehrfach zwischen den verschiedenen Steuerungsmethoden gewechselt habe. Aufgrund der vielen kleinen Unterschiede fiel mir bisweilen das Beschleunigen und Bremsen schwer und für die Rolle musste ich viel herumprobieren. Aber die wenige Übung einmal ausgenommen, gefällt mir die Maussteuerung sehr gut.

Obwohl die Perspektive zu First Person wechselt. Aber ich mag, dass ich Flecken auf der Scheibe sehen kann.

Arwing First Person im Asteroidenschwarm. Falco über Funk: "Bremsen! Turbo! Kannst du dich mal entscheiden?"
Mission

Spielbar ist in der Demo eine einzelne Mission, für die ich zwischen fünf und fast zwölf Minuten benötigt habe. Ich habe sie mehrfach gespielt, um die Steuerungsmethoden und Schwierigkeitsgrade auszuprobieren. (Auch wenn ich zugegeben keinen Nintendo 64-Controller benutzt habe.) Dass ich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad jeweils einmal gestorben bin, liegt eher an meinen Fähigkeiten als an einer besonderen Herausforderung.

Im einfachen Modus richten Gegner weniger Schaden an und die eigenen Laser und Schilde sind auf höchster Stufe. Während er für mich in der Demo-Mission nicht notwendig ist, sind die Unterschiede deutlich spürbar. 

Die Mission führt durch einen Asteroidenschwarm und durch große Felstunnel. An einer Stelle ist es mir erst im dritten Durchgang gelungen, einem großen Felsbrocken komplett auszuweichen

Zwischendurch kommunizieren die Mitglieder von Team Star Fox miteinander, wobei die deutsche Sprachausgabe sehr praktisch ist, um alles mitzubekommen. Mein Highlight bei der Vertonung ist ein Stück später im Bosskampf, als der Gegner sehr offensichtlich lügt.

Der Bosskampf hat mehrere Phasen, wobei zu Beginn etwas gezielter geschossen werden muss als später. Wer so schlecht zielt wie ich, muss dann vielleicht ein wenig warten, bis sich eine erneute Gelegenheit zum Angriff bietet, insgesamt hält sich das aber in Grenzen.

Während der Mission sind ein paar Steuerungsmanöver wichtiger als andere, was sich für den Spieleinstieg gut anbietet. Außerdem gibt es in der Mitte einen Checkpoint, den ich allerdings einmal verpasst habe.

Nachdem ich nach Missionsabschluss den Statistikbildschirm gesehen habe, ist mir auch aufgefallen, dass ich das eine oder andere Upgrade für den Laser verpasst haben muss. In späteren Versuchen habe ich dann mehr darauf geachtet, welche Verbesserungen für Schild und Laser ich eventuell aufsammeln kann.

Missionsbericht. Fahrzeug stark beschädigt, Trefferquote bei 43 %.
… zumindest habe ich überlebt.
Vorausblick

Mit Star Fox und der Maussteuerung hatte ich in der Demo schon überraschend viel Spaß. Klar, ich treffe mehr ins Nichts als auf Gegner, aber nur sehr knapp. Dialoge und Inszenierung sind unterhaltsam. Allerdings habe ich zwar einiges wiedererkannt, das ich bisher nur aus diversen Smash Bros.-Titeln kenne, aber den Landmaster konnte ich bisher nicht ausprobieren. Ich bleibe also gespannt.