Dragon Quest VII Reimagined (Angespielt)

Artwork Dragon Quest VII Reimagined

Ähnlich wie zuletzt die Erdrick-Trilogie, erhält nun auch Dragon Quest VII eine Neuauflage. In Form von Dragon Quest VII Reimagined erscheint das RPG im Diorama-Look und mit überarbeiteten Spielmechaniken und Story. Ich konnte mir natürlich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die frische Demoversion des Spielbeginns zum im Februar erscheinenden Titel anzuschauen und meinen Orchester-Ohrwurm zurückzuholen.

Gibt es nur diese einsame Insel?

Der traditionell stumme Held ist diesmal ein sechzehnjähriger Fischersohn und Kumpel des Prinzen von Estard. Bei Estard handelt es sich um die einzige Insel im großen, weiten Meer – darauf bestehen zumindest die Erwachsenen. Die jungen Leute sind eher weniger davon überzeugt, dass es auf der ganzen Welt nicht mehr geben soll als das kleine Inselkönigreich.

Das Gefährlichste auf der Insel sind Bären auf dem Berg und verbotene Zonen, die den Prinzen Gismar und den Helden natürlich nicht aufhalten. So kommen die beiden und Bürgermeistertochter Maribel einem Mysterium auf die Spur, das die ganze Insel und mehr umfasst.

Nach rund dreieinhalb Stunden habe ich das Ende der Demo von Dragon Quest VII Reimagined erreicht. Der Umfang bietet einen guten ersten Einblick in den Titel und umfasst den ersten für das Trio bisher unbekannten Handlungsort.

Die Stimmung wird bisher vorwiegend durch Abenteuerlust bestimmt. Maribel ist bisweilen etwas ruppig, möchte jedoch auch die vermeintlich kleine Welt erkunden, während Gismar immer mit voller Begeisterung dabei ist. Auf der Reise kann ich per Knopfdruck kurze Gespräche mit Begleitcharakteren beginnen, in denen sie die aktuelle Situation kommentieren. Wird auf die Funktion hingewiesen, erinnern die Begleitcharaktere zumeist an das nächste Handlungsziel oder haben Tipps, wie das Ziel zu erreichen oder ein Rätsel zu lösen sein könnte. Dabei kommen die Charakterezüge der einzelnen Charaktere gut zur Geltung.

Die Spielwelt ist in verschiedene Ortschaften, kompakte Oberweltabschnitte und Dungeons aufgeteilt. An verschiedenen Orten sind kleine Rätsel zu finden, die jetzt schon abwechslungsreich sind, im Kleinen aber auch bereits aufeinander aufbauen. 

Gegenstände, Minimedallien und Geld finde ich, wo es funkelt, aber auch in Schränken, Truhen und Schubladen. Zudem kann ich Töpfe und Fässer aufheben und zerstören. Hurra!

Nach dem Einstiegsgebiet, das eine eigene Handlung rund um ein Dorf und einen Helden umfasst, bin ich gespannt auf weitere Handlungsorte und Geschichten.

Screenshot Dragon Quest VII Reimagined. Gismar: "Die Erwachsenen behaupten immer, unsere Insel wäre die einzige auf der Welt, aber das ist Quatsch mit Soße - und wir werden es beweisen!"
Finetuning für die Kämpfe

Anders als zuletzt in Dragon Quest I + II, sind die rundenbasierten Kämpfe in Dragon Quest VII Reimagined in Bezug auf die eigene Aktionsauswahl zug- statt gruppenbasiert. Ich wähle jeweils die Aktion für einen Charakter aus, wenn dieser an der Reihe ist. Zur Verfügung stehen mir der Standardangriff mit ausgerüsteter Waffe, erlernte Talente und der gesamte nutzbare Gegenstandsvorrat der Tasche. Kampftaktiken sind auch hier nutzbar, um Charaktere automatisch agieren zu lassen. 

Die Schwierigkeitsgrade werden durch vier verschiedene Spielstile ersetzt, wobei drei das Herausforderungslevel als Voreinstellung (einfach/mittel/schwierig) festlegen. Als vierte Option stelle ich verschiedene Parameter wie ausgeteilten Schaden oder erhaltene Erfahrungspunkte nach eigenem Geschmack ein. Zudem besteht die Möglichkeit, Lebenspunkte nach Kämpfen auffüllen zu lassen. Da ich den Eindruck hatte, dass die Kämpfe in diesem ersten Abschnitt noch sehr simpel sind, begrüße ich die Option, Parameter manuell anzupassen.

Screenshot Systemeinstellungen für Schwierigkeit in Dragon Quest VII Reimagined.

Tatsächlich ist es nicht einfach, von den ersten Kämpfen auf die Schwierigkeit im Verlauf des Spiels zu schließen. Zum einen habe ich erst nach anderthalb Stunden zum ersten Mal gekämpft. Zum anderen handelt es sich um den Spielbeginn, entsprechend sind die Fähigkeiten der Charaktere sowie Gegner eingeschränkt.

Daneben verfügen die Spielcharaktere über besondere Aktionen, die sie unter bestimmten Umständen aktivieren können. Maribel beispielsweise verstärkt elementare Angriffe, wenn sie geladen die entsprechende Aktion anwendet. Dabei zählt die Aktivierung nicht als Zug, stattdessen kann sie direkt agieren und den Bonus sofort nutzen. Einzelne Gegner können einen Ekel-Zustand auslösen, der Charaktere am Handeln hindert, doch viel mehr lässt sich darüber hinaus vom Kampfsystem noch nicht sehen.

Zudem sind Gegner auf der Karte sichtbar und nur auf dem Meer Zufallsbegegnungen. Eigene Angriffe auf der Karte fügen ein wenig Schaden zu und besiegen besonders schwache Gegner sofort. Dabei ist auffällig, dass ich das bereits in der Demo beobachten konnte.

Kampfbildschirm Dragon Quest VII Reimagined. Maribel setzt Fauch ein.
Was schimmert da am Horizont?

Ich freue mich weiterhin auf Dragon Quest VII Reimagined. Die Charaktere machen bisher Spaß und es gibt bereits im kleinen Handlungsgebiet der Demo viel zu entdecken. Die Kämpfe sind zwar bisher noch etwas simpel, allerdings ist es nicht verwunderlich, mit Standardangriffen weit zu kommen, wenn die Charaktere noch kaum andere Fähigkeiten haben. Entsprechend kann die Schwierigkeit im Verlauf noch deutlich anziehen, und zudem bieten die verschiedenen Schwierigkeitsparameter weitere Anpassungsmöglichkeiten. Da ich keine der vorigen Versionen gespielt habe, bin ich zwar weniger auf die Änderungen gespannt, freue mich aber dafür auf eine komplett unbekannte Geschichte.

Angespielt auf Nintendo Switch 2.