Klimabericht: wie retten wir im GVF die Welt?

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Clawhunter
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#121

Beitrag von Clawhunter »

we did it, guys. We did it!!!

Heißester Tag aller Zeiten. ALLER ZEITEN!!! (jaja, ist ja gut: seit man misst)
Montag, 3. Juli 2023.
Damit wurde der Rekord aus August 2016 geschlagen (gemeinerweise gibt die Quelle nicht den genauen Tag an, aber dazu muss man auch sagen: Der alte Rekord ist ja jetzt Schnee von vorgestern, also verpufft)

https://www.theguardian.com/world/2023/ ... isis-bites

hachja, El Niño. Könntest du nicht wie El Gordo sein?
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Cube
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#122

Beitrag von Cube »

Interessanterweise herrscht hier gerade der kälteste Sommeranfang seit Ewigkeiten, die letzten zwei Wochen ist die Temperatur kaum über 26°C gestiegen. :sweat:
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Shiningmind
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#123

Beitrag von Shiningmind »

Cube hat geschrieben:
5. Jul 2023, 08:49
Interessanterweise herrscht hier gerade der kälteste Sommeranfang seit Ewigkeiten, die letzten zwei Wochen ist die Temperatur kaum über 26°C gestiegen. :sweat:
Endlich mal wieder ein normaler Sommer (wie er vor mehr als 20 Jahren normal war)
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Clawhunter
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#124

Beitrag von Clawhunter »

hatte im vorigen Posting überlegt zu schreiben dass ich nun nicht für jeden kommenden Rekord einen extra-posting machen würde. Aber Dienstag hat den Montag geschlagen, von daher tu ichs hiermit!

Da es diese Woche regnerisch ist und nicht ganz so warm in Hamburg, bin ich endlich wieder zum Laufen gekommen. Im Juni hab ichs sein lassen, das heißschwüle Wetter hat mir zu sehr aufn Kopf geschlagen. Von daher bin ich aktuell ganz froh und genieße die paar Tage Abkühlung (die ja ganz offensichtlich vom Rest der Welt mehr als ausgeglichen werden :D).
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Yoshi
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#125

Beitrag von Yoshi »

Die Erde brennt, aber hauptsache, wir sind technologieoffen!
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Cube
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#126

Beitrag von Cube »

Shiningmind hat geschrieben:
5. Jul 2023, 13:45
Cube hat geschrieben:
5. Jul 2023, 08:49
Interessanterweise herrscht hier gerade der kälteste Sommeranfang seit Ewigkeiten, die letzten zwei Wochen ist die Temperatur kaum über 26°C gestiegen. :sweat:
Endlich mal wieder ein normaler Sommer (wie er vor mehr als 20 Jahren normal war)
Dieser Sommer wird sich hoffentlich nicht an jenem vor 20 Jahren orientieren. :sweat:
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Clawhunter
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#127

Beitrag von Clawhunter »

Das Interessante ist, dass genau unsere Sünden von vor 20 Jahren für den heutigen (Welt-)Hitzesommer sorgen, denn: CO2 steigt so langsam auf, dass es 20 Jahre braucht, um Auswirkungen auf das Klima zu haben (bei Methan gehts schon nach rund 2-3 Jahren). Zumindest hab ich das irgendwo im Internet gelesen :D

Es gibt 2 Themen die mir immer wieder zum Klimawandel im Kopf rumspucken:
1. sind wir die Generation die alles für Jahrhunderte (oder noch länger) kaputt macht? (also + die Vorgängergeneration natürlich :D) [und ja mir ist schon klar dass Entscheidungsträger da mehr in der Verantwortung stehen, aber jeder trägt ja was bei]
2. unsere Gesellschaft ist schon komisch. Man geht in den Kindergarten (glaub fast jeder geht in den Kindergarten), danach in die Schule und dann halt Ausbildung/Studium und ab zum Arbeiten. Und das witzige ist halt dass die ersten 20 Jahre (also bis zum Arbeiten) der Kapitalismus quasi echt unwichtig ist. Auch Politik ist echt unwichtig. Das sind so Randthemen für Randfächer oder gar nicht. Dann beginnt aber irgendwann der "Ernst des Lebens" und man ist quasi nur noch dafür da um Geld zu verdienen; also zumindest als das was die Gesellschaft von einem "erwartet". Ansonsten wird ja von einem nix erwartet. Geld für sich selbst (und seine Liebsten) verdienen und damit tut man seinen Teil dazu bei, dass Deutschland seinen Wohlstand behält (so ist zumindest mal die Lehre aus dem 20. Jahrhundert ;)).
Was ich sagen will: Das ist alles ein sehr komisches System, weil:
Da wird einem also die ersten 20 Lebensjahre eingetrichtert als sei Kapitalismus ziemlich wayne. Danach wird aber erwartet dass man voll im Kapitalismus einsteigt (also wenn man Lehrer oder Arzt wird - mal außen vor gelassen; hilft argumentativ niemandem). Und dabei ist für alle (insb. die Jugend) erkennbar dass das System in der aktuellen Form (mindestens wegen des Klimawandels) nicht funktioniert. Wie bescheuert ist das?

PS: genau wie halt Karriere machen. Toll, mehr Geld verdienen. Was macht man mit dem Geld? Meistens einfach die Welt zerstören (weil mehr CO2 verbrauchen). Genial. Das ist wirklich etwas worauf man hinarbeiten sollte...
PPS: Interessanterweise war beim CO2-Rechner des Bundesumweltamts schon extra so beschrieben, dass man künftig ja nicht so viel arbeiten solle, sondern lieber mehr Freizeit haben solle (eben weil mehr Geld ja tendenziell dem Klima schadet). Aber glaub das werden nicht alle Ministerien so unterschreiben... hachja.
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Screw
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#128

Beitrag von Screw »

Clawhunter hat geschrieben:
6. Jul 2023, 16:33
Da wird einem also die ersten 20 Lebensjahre eingetrichtert als sei Kapitalismus ziemlich wayne.
Als Kind wird man schon für das System trainiert, man muss früh aufstehen, viel sitzen und ständig Informationen verarbeiten. Dafür wird man dann extrinsisch mit Konsumgütern belohnt.
Zuletzt geändert von Screw am 6. Jul 2023, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Clawhunter
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#129

Beitrag von Clawhunter »

Ne man wird nur mit blöden Zahlen auf Papier belohnt (Noten). Was ja doch diesem anderen wichtigem Papier im Kapitalismus (Geld) schon auch irgendwie ähnlich ist weil beides irgendwie sinnlos ist.
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Screw
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#130

Beitrag von Screw »

Ob das was mit der Sauerstoffkonzentration in der Luft zu tun hat, die bei Hitze geringer ist und daher ein größeres Gehirn unnötig wird, da es den Sauerstoff ohnehin nicht aufnehmen kann?
Studie zeigt: Klimaerwärmung lässt unsere Gehirne schrumpfen
Aus den Messungen leiteten die Forschenden ab, dass bei höheren globale Temperaturen eine geringere Gehirn- und Körpergröße vorteilhaft für den Menschen zu sein scheint, während kühlere Temperaturen einen Zuwachs an Gehirnmasse begünstigen. Demnach wirken sich aber auch Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsverhältnisse auf das Gehirnvolumen aus.
https://www.fr.de/panorama/klimawandel- ... 84811.html
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Screw
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#131

Beitrag von Screw »

Luxus-Privatjets, Mega-Yachten, fette Sportwagen: Superreiche in Deutschland verursachen einen Klimaschaden, der den der restlichen Bevölkerung ums Vielfache übersteigt. Das zeigen Daten der World Inequality Database. Wer reich ist, kann auch mehr konsumieren und mit gesteigertem Konsum steigt auch der CO2-Ausstoß. Wir sprechen mit jungen Menschen, deren Lebensstil alles andere als klimabewusst ist und die offen dazu stehen. Der 18-jährige Theo Stratmann ist der Meinung: Wer mehr leistet, darf auch mehr CO2 verbrauchen. Der Klimawandel sei ohnehin nicht mehr aufzuhalten. Ein Mindset, das scheinbar viele teilen, denn in Deutschland fliegen heute so viele Privatjets wie nie zuvor. Zudem haben viele Wohlhabende auch dadurch Einfluss auf den CO2-Verbrauch, weil sie in Unternehmen investieren, Anteile halten oder in Vorständen sitzen. Volkswagen liefert ein eindrückliches Beispiel. Obwohl es in ihrer Werbung um eine klimafreundliche Zukunft geht, haben sie eine der größten Privatjetflotten Europas und sparen damit Millionen an Steuern. Auch dazu haben wir recherchiert. Wie retten wir also das Klima, wenn es denen, die am meisten verbrauchen, egal ist?
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Clawhunter
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#132

Beitrag von Clawhunter »

OMG der (Miet-)Privatjetheini ist unfreiwillig superwitzig. Wenn der so weitermacht, kriegt er ne eigene RTL2-Show:
- er sagt er sei umweltbewusst mit dem Beispiel dass er ne Coladose in den Mülleimer werfen würde :D
- er sagt der Privatjetflug hätte auch Sicherheitsgründe: Mit so ner teuren Armbanduhr könne er nicht U-Bahn-fahren. Das klappe nicht.

Echt witzig wie sie Superreiche gefunden haben, die wie Megaprolls oder Einfaltspinsel sprechen. Die meisten die man sonst so mitkriegt, sind zwar arrogant, aber halt schon intellektueller. Aber gut, die lassen sich auch nicht so gerne filmen wie Prolls^^

aber alle sagen echt das gleiche: "Warum sollte ausgerechnet ich sparen?" und "es gibt viel Reichere, die viel schlimmer sind." Der Narzissmus der interviewten Personen ist schon sehr ausgeprägt; zeigt aber halt was das Problem ist wenn man der Meinung sei dass Eigenverantwortung ausreichen müsste (tuts nicht).

Jedenfalls bin ich froh dass du das gepostet hast, weil du mir die Gelegenheit gibst, nochmal zu sagen:
Reichtum ist moralisch verwerflich. Der Klimawandel macht es ganz eindeutig. Aber wenn wir ehrlich sind, war es vorher bzw. schon immer so.

Und dass ein Bill Gates erstmal 100% einnimmt (und weniger Steuern zahlt als er sollte) und dann wieder 1% seines Vermögens spendet, macht ihn nicht zu einem Gutmenschen. (aber im Vergleich zu Bezos vermutlich schon)

Klasse find ich dass sie am Ende noch aufdecken dass VW ihre Privatjets steuergünstig privat vermieten (aufdecken i.S.v.: sowas geht leider nicht durch die Medien und deshalb gibts dazu bislang keinen Aufschrei. Nicht dass es illegal wäre.). Ekelhaft.

finds aber schrecklich wie selbst das Video quasi darauf hinausläuft, dass der kleine Mann im Prinzip durch Verbrauchsreduzierung so gut wie nichts ändern könne (und man vielleicht eher demonstrieren solle bzw. das Kreuz an der richtigen Stelle. Wobei selbst das hier komisch rüberkommt weil - wenn man nur das Video guckt, würde man denken dass FDP und Grüne quasi gleich schlimm wären, was aber natürlich Quatsch ist.).
Dabei vergessen sie aber dass sich viele nachhaltige Veränderungen auch auf andere Bereiche ausbreiten, sprich: man verbessert nicht nur linear, sondern darüber hinaus (ich vermeide aber den Begriff exponentiell ;)). Zum Beispiel: Wenn viele Leute mehr Bahn fahren (bspw. gibt es beim Hamburger Verkehrsverbund dank 49€-Ticket Zehntausende neue Abonennten, die im Schnitt jedes 4. Mal ihr Auto stehen lassen und stattdessen Öffis nehmen), dann hat das strukturelle Auswirkungen auf die genutzten Strecken und die anliegenden Geschäfte und eben auch strukturelle Auswirkungen auf die Einnahmen bei der Bahn usw. Außerdem erreicht man halt irgendwann ne kritische Masse, wo man automatisch mehr Leute mitreißt. Genau deshalb sind ja sog. "Anschubfinanzierungen" so wichtig und genau deshalb ist es so bitter dass die Förderung der E-Autos ausläuft (wobei ich davon ausgehe, dass die Bundesregierung spätestens nächstes Jahr wieder fördern wird, einfach weil wir sonst zu sehr in in eine Auto-Krise rutschen.)
edit: ach da gabs heute vormittag schon ne news dass die Förderprämie zu E-Autos aufgestockt wird, weil die Absätze gesunken sind^^
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Clawhunter
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#133

Beitrag von Clawhunter »

btw sowas tragen heutzutage Bauarbeiter etwa in Japan (kein Scherz):
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Clawhunter
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#134

Beitrag von Clawhunter »

(screw du musst mal was posten damit ich hier nicht zu viele posts hintereinander habe :P)

meint ihr die aktuellen "Urlaub"sbilder kommen beim dt. (und internationalen) Publikum soweit an, dass sich in den nächsten 1-2 Jahren mehr ändern wird was Politik und Konsumentenentscheidungen anbelangt oder meint ihr dass es "im Prinzip" bei YOLO (&FO@wasnachmirkommt) bleibt?
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Screw
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#135

Beitrag von Screw »

Die derzeitigen Hitzewellen in Europa, China und den USA sind wesentlich durch den menschengemachten Klimawandel verursacht worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Imperial College London und weiterer Forschungseinrichtungen. Ohne die vom Menschen ausgelöste Erderhitzung wären die extremen Hitzewellen der vergangenen Wochen demnach sehr unwahrscheinlich gewesen.
-
Der diesjährige Juli dürfte demnach der weltweit heißeste Monat seit "Hunderten, wenn nicht Tausenden Jahren" werden. "Wir sehen beispiellose Veränderungen überall auf der Welt, die Hitzewellen, die wir in den USA, in Europa und in China sehen, sprengen Rekorde", sagte Nasa-Chefklimatologe Gavin Schmidt in der vergangenen Woche.
https://www.zeit.de/wissen/2023-07/klim ... gle.com%2F
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Yoshi
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#136

Beitrag von Yoshi »

Das ist ja keine so große Überraschung, wenn man die ganzen Hitzerekorde so hört.
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Screw
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#137

Beitrag von Screw »

Yoshi hat geschrieben:
25. Jul 2023, 19:16
Das ist ja keine so große Überraschung, wenn man die ganzen Hitzerekorde so hört.
Die Leute müssen aber daran erinnert werden, dass die Kacke durchs Klima am Dampfen ist. Vor allem bei den nun kühleren Temperaturen.
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Z.Carmine
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#138

Beitrag von Z.Carmine »

Von den Hitzerekorden spürt man hier doch eher wenig, sind die nicht eher anderswo?
Und ich würde auch nicht damit rechnen, dass Leute plötzlich massenhaft klimafreundlicher leben, nur weil ihnen ein Waldbrand den Urlaub verdirbt. Oder deshalb, weil sie (mal wieder) von Waldbränden hören.
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Sun
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#139

Beitrag von Sun »

Ne, wegen Waldbränden nicht, aber vielleicht wenn ihre Handys den Geist aufgeben deswegen:
https://archive.md/Ji7tB :ugly:
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Z.Carmine
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#140

Beitrag von Z.Carmine »

Das ist natürlich schlimmer. Deshalb meint Karl Lauterbach also, dass Italien langfristig kein guter Urlaubsort ist. :enton:
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Screw
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#141

Beitrag von Screw »

the heat is on
Die Meeresoberfläche im Nordatlantik hat in dieser Woche nach vorläufigen Messungen mit 24,9 Grad die höchste Temperatur aller Zeiten erreicht. Der Wert sei mehrere Wochen vor der üblichen Jahreshöchsttemperatur gemessen worden, teilte die US-Ozeanografie- und Wetterbehörde NOAA unter Berufung auf vorläufige Daten mit.
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-mes ... 93230.html
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Clawhunter
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#142

Beitrag von Clawhunter »

okok, genug mit Höchsttemperaturen, die werden auch irgendwann langweilig. Spannender ist dann etwa, dass das See-Eis um die Antarktis offensichtlich verschwindet:
https://www.theguardian.com/world/2023/ ... toric-lows

Hier ist der entscheidende Satza aus dem Artikel: "just before the current declines, the top layer became saltier and mixed with the lower layer, allowing the warmer water to reach the surface and make it harder for ice to form."

Wir schlittern echt von einer Klimakatastrophe in die nächste. Und das nur weil wir SUVs fahren wollen, Rindfleisch essen und in den Urlaub fliegen. :troet:
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Screw
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#143

Beitrag von Screw »

Das Erdklima wird die Schwelle zu zwei Grad Erwärmung voraussichtlich in den 2040er Jahren überschreiten. Ob der Klimawandel gebremst wird oder nicht, spielt dafür fast keine Rolle mehr, wie die Analysen ergaben: Im ersten Fall fällt die Zwei-Grad-Marke im Jahr 2042, im zweiten im Jahr 2044.
Die Prognose bestätigt zudem, dass sich einige Regionen – wie schon jetzt beobachtbar – schneller erwärmen werden als der Rest der Welt. Dazu gehören vor allem die Polargebiete. „Insbesondere Grönland, Alaska und Nordasien werden den Prognosen zufolge in den 2040er schon eine Steigerung der Jahresmitteltemperaturen über drei Grad erreicht haben“, berichten die Forschenden.
https://www.focus.de/earth/neue-nasa-st ... 38098.html
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#144

Beitrag von Clawhunter »

vermutlich eine gute Studie; nur leider ein sehr dürftiger, ja man muss schon sagen fahrlässiger Artikel, weil es sich darin so liest als ob alle Hoffnung vergebens wäre und man "nichts" tun könne. Da kann man sich schon fragen was bei den Autoren und Editoren des Focus nicht stimmt. Echt schwach.
Denn die Studie sagt ja nur dass 2 Szenarien (moderater Klimaschutz vs. wenig Klimaschutz) zu den genannten Verwerfungen führen. Sie sagen eben nichts dazu was ein massiver Klimaschutz für Auswirkungen hätte. Wenn man das genauer betrachten würde, würde man halt sehen dass echt viel möglich wäre. So hingegen ist es ein "ist eh alles egal"-Artikel, was wir überhaupt nicht gebrauchen können.

Am Ende darf sich jeder selbst an die Nase fassen.
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#145

Beitrag von Clawhunter »

Die Ecuadorianer haben sich an ihre eigene Nase gefasst: 6/10 stimmten gegen Ausbreitung der Ölbohrungen auf Unesco-Weltkulturerbegebiet und Grundstück von lebenden Ureinwohnern. Der Staatsölkonzern muss in der Gegend seine Sachen packen; der Präsident des Landes ist traurig (er war für weitere Ölbohrungen - entsprechend ein umwerfendes Ergebnis!)

Kurz gesagt: Direkte Demokratie kann glücken. Umweltschutz kann glücken. Glück auf!

https://www.theguardian.com/world/2023/ ... ty-hotspot
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Clawhunter
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#146

Beitrag von Clawhunter »

morgen ist große Klima-Demo! Mit Herbert ich-will-mehr-Schiffsverkehr-Grönemeyer und Silbermond (die perfekte Welle). Naja ich kann leider nicht, weil wir Firmenfeier haben und dort schön grillen werden (habe Fleisch angekreuzt, aber ich guck mal was es vegetarisches gibt und gucke ob man sich damit mal anfreunden kann. Beim grillen kann ich mir das bislang noch nicht so recht vorstellen.)

naja warum ich eigentlich poste: Ich hab meine Heizrechnung von 2022 gekriegt: Obwohl ich quasi nur 1/3 so viel geheizt habe wie das Jahr davor (ja, ich war richtig gut!) und etwa 60% so viel Warmwasser verbraucht (das war immer noch viel; ist halt ein Laster von mir) muss ich trotzdem 400€ nachzahlen. O Mannomann. Ich will nicht wissen wie sehr der ein oder andere Nachbar erschreckt worden ist, der vielleicht nicht ganz so sehr drauf geachtet hat, das könnte ja sogar vierstellig bei dem einen oder anderen geworden sein.
Und jetzt stellt man sich vor es gäbe einen Industriegaspreis und die Industrie könne abfeuern was sie wollen und somit die Preise wieder hochflammen lassen, so dass die armen Verbraucher die nicht anders können nochmal so böse überrascht werden nächstes Jahr oder übernächstes... naja ich mal mal besser nicht den Teufel an die Wand ;)
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#147

Beitrag von Rippi »

Mein Hashimoto regelt das für mich, immer mindestens Fenster auf Kippe und nie die Heizung an, ich bin der wahre Vorreiter! :D
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Screw
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#148

Beitrag von Screw »

:angrysun: :( :angrysun:
Der September 2023 war in Deutschland laut vorläufiger Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der wärmste seit Messbeginn 1881. Wie der DWD am Freitag in Offenbach berichtete, stieg die Temperatur im September „auf einen bisher in den Annalen der Wetteraufzeichnungen unerreichten Wert“. Das Temperaturmittel betrug 17,2 Grad.

Damit lag die Temperatur im September 3,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 3,4 Grad. Damit wurden die bisherigen Rekorde aus den Septembermonaten 2006 und 2016 mit jeweils 16,9 Grad deutlich übertroffen.
https://www.rnd.de/panorama/september-2 ... 7SFRA.html
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Clawhunter
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#149

Beitrag von Clawhunter »

ja das wundert mich nicht bei 20° Ende September. Schon Wahnsinn. Komischerweise wird meine Nase aktuell auch empfindlicher was Abgase anbelangt und obwohl ich hier an wenig-befahrenen Straßen wohne (sogar an nem Park!), fühlt sichs an als sei man umgeben von Dreckschleudern. Aber gut, der Guardian hat ja eh gerade gesagt dass 98% von Europa mehr Feinstaub hat als die WHO für menschenwürdig erachtet. (als ich das nem Kollegen erzählte, meinte der so: Das kann ja gar nicht sein... - tja, selig sind die Gutgläubigen)

Naja jedenfalls freu ich mich über jedes E-Auto das einen Verbrenner ersetzt. Noch mehr freue ich mich über neu gepflanzte Bäume. Und am allermeisten über alte Bäume die nicht gefällt werden (bitte keine gegenteilige News dazu posten ;)).
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