Resident Evil 6

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Guybrush Threepwood
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Resident Evil 6

#1

Beitrag von Guybrush Threepwood »

Mit meinem Koop-Kumpel habe ich jetzt Resident Evil 6 angefangen. Wir haben die ersten beiden Kapitel von Leons Kampagne beendet.

Wir spielen auf der PS3, weil Digital Foundry der Version den Vorzug vor der 360-Fassung gegeben hat.

Was soll man sagen? Hirnloser Spaß. Ich bin verdammt froh, dass das damals gefloppt ist, aber mit dem heutigen Wissen, dass dies das vorläufige Ende der Action-Ära gewesen ist, kann ich die Absurditäten wie haarscharf an Zügen vorbeifliegende Hubschrauber genießen.

Allerdings, wenn Leons Kampagne wirklich die mit der wenigsten Action im Spiel ist, frage ich mich, was in den anderen erst los sein wird?!?

Aber tatsächlich finde ich den Beginn von Leons Kampagne atmosphärisch ganz nett, auch wenn dieses emotionale Herauszögern der Tötung des zombifizierten Präsidenten echt albern war. Leon, du weißt, dass er nicht auf dich hören wird! Oder erwartete er, dass der Präsident der Vereinigten Staaten so voll Willenskraft steckt, dass er auch als Zombie die Kontrolle behält?

Das Chaos in der Stadt war ganz cool, so früh ist man in der Reihe ja sonst nicht beim Ausbruch dabei. Aber ich musste schon mit den Augen rollen, wie krass sich das Spiel an die Klischees der Zombieshooter der Zeit klammert. Die Schreizombies, die fetten Tank-Zombies, alles so abgedroschen!

Die Abwechslung im zweiten Kapitel mit dem Friedhof bis zur Lorenfahrt war auch nicht zu verachten, wobei die Kommandos zum Ducken bei ihr ein bisschen sehr knapp waren. Beim Endgegner hatte dann Leons Partnerin ihren viel zu emotionalen Moment mit ihrer mutierten Schwester, aber sie hat ja noch nicht so viel mitgemacht wie Leon.

Also, launiges Spielchen. Ich freue mich aufs Weiterspielen.

Aber zwei Klopper leistet es sich: 1. Sehen wir keine Möglichkeit, dem Partner nur ein bisschen Munition rüberzureichen, entweder alles oder nichts. Da musste ich dann kurz in der Folge auf die Pistole verzichten.
2. Es gibt Phasen, in denen die Feinde unverwundbar sind, und dazu zählt auch, wenn sie in Belagerungen durch Fenster klettern*. Da konnte man in den Vorgängern ja den ganzen Kopf wegschießen. Das ist nicht nur mit Kenntnis der Vorgänger ein absolutes Unding (ob im Hintergrund vielleicht doch die Hitpoints abgezogen werden, kann ich nicht ausschließen, aber es wirkte nicht so).

Ansonsten fehlt natürlich, in diesen Situationen Fenster mit Schränken verbarrikadieren zu können (Rückschritt) und das Kräutermanagement ist im Koop-Spiel irgendwie auch mühsam. Das Spiel hat so viel Tradition über Bord geworfen, da hätte man auf reine Heilsprays gehen können., um den Spielfluss besser zu wahren.

*Warum hat der dumme Besitzer des Waffenladens die elektrischen Jalousien eigentlich nicht gleich runter gelassen???)
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