Sollten Videospielfirmen auf ihre Kunden bzgl. Gamedesign-Entscheidungen hören?

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Clawhunter
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Registriert: 21. Jan 2021, 23:50

Sollten Videospielfirmen auf ihre Kunden bzgl. Gamedesign-Entscheidungen hören?

#1

Beitrag von Clawhunter »

+ habt ihr Beispiele? Positive oder Negative!

Ich bin gespannt auf The Adventures of Elliot von Square-Enix, weils gameplaymäßig (+grafisch) in Videos ganz cool aussah. Aber als schnell Gelangweilter ist mir die ganze Zeit das langsame Bewegen des Charakters aufgefallen. Aber dachte so: Naja geht gerade so noch, ne?!

Und dann das: Square Enix passt aufgrund Kunden-Demo-Feedback das Spiel an. Und als erster genannter Punkt: schnellere Bewegungsgeschwindigkeit!! Was hab ich mich gefreut!

... und dann fiel mir ein dass das Spiel ja schon im Juni erscheinen soll und vermutlich das gesamte Gamedesign (also in erster Linie die Kämpfe) auf genau diese Bewegungsgeschwindigkeit zugeschnitten ist. Das haben sie so eben mirnixdirnix übern Haufen geworfen. Am I crazy to think this is crazy? (und ja als Teil des "Teams Bewegungsgeschwindigkeit" ist mir die immer noch wichtiger als besser getunte Kämpfe, aber ich mutmaße dass den meisten Spielern das halt nicht ganz so wichtig ist wie mir. Sonst würden sich ja mehr Spieler über 90% aller 3D-Spiele aufregen :ugly:)

Tja, was sagt ihr zum Thema?
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Ryudo
Tausendsassa
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#2

Beitrag von Ryudo »

Spontan fallen mir da folgende Spiele ein:

Marvel Tokon: Angeblich hat man das Feedback der beiden Beta-Phasen gut genutzt und einige Vorschläge der Community umgesetzt.

Nach der Schnappsidee Dead or Alive als ernstzunehmendes Prügelspiel mit weniger freizügigen Kostümen aufzustellen und dem damit einhergehenden riesigen Flop namens Dead or Alive 6 hat man mit wahnsinnig überteuertem DLC (50€ für Kostüme wenn ich mich recht entsinne) versucht die Verluste zu minimieren. Mit Dead or Alive 7 möchte man sich wohl den Wünschen der Community wieder annähern, wie der erste Trailer vermuten lässt.
Ob das gelingt, nachdem man die Fangemeinde derart ausnehmen wollte? Das wird spannend.
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Wytz
Zelos
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#3

Beitrag von Wytz »

Ja und nein. Manchmal ist kunden Feedback eine klare Verbesserung. Manchmal macht es aber ein komplett anderes Spiel.
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Cube
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#4

Beitrag von Cube »

Wytz hat geschrieben: 22. Feb 2026, 17:21 Ja und nein. Manchmal ist kunden Feedback eine klare Verbesserung. Manchmal macht es aber ein komplett anderes Spiel.
Genau das.

Es muss stark abgewogen werden, welche Rückmeldungen eine Auswirkungen auf das Design des Werkes haben sollen und in welchen Maße. Spieleschaffende sollten schon ihre eigenen Ideen umsetzen, aber wenn sie Meldungen erhalten, dass etwas nicht gut ankommt oder gar überhaupt nicht funktioniert, sollten sie es sich schon nochmal anschauen.

Interne Tests sind genau dafür da und mit "early access"-Werken wie z.B. Hades kann sowas auch mit Endkonsumenten über einen längeren Zeitraum durchgezogen werden.
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Scorplian
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#5

Beitrag von Scorplian »

Es muss auch stark geschaut werden, woher genau die Wünsche kommen
nicht selten sind die lautstarken Simmen nur eine Minderheit, wobei eine große zufriedene Spielerschaft sich vielleicht gar nicht meldet

Ryudo hat geschrieben: 21. Feb 2026, 15:58 Nach der Schnappsidee Dead or Alive als ernstzunehmendes Prügelspiel mit weniger freizügigen Kostümen aufzustellen und dem damit einhergehenden riesigen Flop namens Dead or Alive 6 hat man mit wahnsinnig überteuertem DLC (50€ für Kostüme wenn ich mich recht entsinne) versucht die Verluste zu minimieren. Mit Dead or Alive 7 möchte man sich wohl den Wünschen der Community wieder annähern, wie der erste Trailer vermuten lässt.
Ob das gelingt, nachdem man die Fangemeinde derart ausnehmen wollte? Das wird spannend.
Die Kostüm-Preise waren eigentlich ziemlich ähnlich zu denen aus DOA5 (ich glaube nur ein wenig Inflationsmäßig erhöht, so von wegen 2€ pro Outfit auf 3€ pro Outfit ne, nichtmal das. Ich habe gerade mal geschaut und in DOA6 kosten einzelne Kostüme entweder 2 oder 3 €. Das war bei DOA5 auch schon so.). Auch wenn es um die großen Packs ging, vertritt es sich da ähnlich, denn 90€ für ein Pack mit 80-200 Kostümen gab es in in DOA5 ebenso schon ^^'
Problematisch fand ich eher, dass die DLC nur direkt einzeln oder gesplittet ins sowas wie Charakter+Outfits Sets erhältlich waren.

Sei aber gesagt: Ich habe keine Ahnung, was die wirklich Kritik von den Leuten am Spiel war. Das mit der weniger Freizügigkeit ist definitiv ein klares Manko für die Reihe (vor allem weil nebenbei die Beach Volleyball Reihe nur in Asien vertreiben wurde), aber zum Rest sah ich keine wirklichen nennenswerten Probleme ... außer das was DOA immer hat: langweilige Charaktere und nix banhbrechend neues ^^' (was schon dumm ist, wenn man dann noch das Verkaufsargument schlechthin weg macht :ugly: )


Edit:
man sollte imo aber eines dazu noch erwähnen
Ja, die Freizügikeit hatte in DOA6 abgenommen, vor allem ohne den DLC
Aber auch in DOA5 gab es erst mit DLCs diese bekannten freizügigen Outfits. Soweit ich erinnere, gab es im Grundspiel keine (oder zumindest nahezu keine) Badeanzüge. Ich habe damals sogar ein DLC Pack für DOA5 Last Round gekauft, welches alle DLC Outfits aus dem Vanilla DOA5 enthielt und darunter waren eben auch einige Badeanzüge.

Ich denke aber durchaus ist es eine sehr verpatzte Chance, so nach DOA5 und dessen DLC, nicht in einem DOA direkt ein paar solcher Outfits einzubauen. Dann macht man halt normale Bikinins ins Grundspiel und ultraknappen sind dann eben noch weiter DLC ^^'
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